Ab Dienstag beginnt belgienweit die Corona-Impfung in den Pflege- und Seniorenheimen

In belgischen Seniorenheimen sind bisher rund 700 Bewohner und Mitarbeiter gegen das Coronavirus geimpft worden. Damit ist die Testphase für die Impfkampagne in den Augen der Impf-Taskforce der belgischen Gesundheitsbehörden erfolgreich verlaufen und die landesweiten Impfungen können beginnen. Zudem wurde bekannt, dass Belgien weiterhin auf eine Zweiphasen-Impfung mit dem Pfizer/BioNTech-Impfstoff setzt. 

Das Fazit nach der Testphase in den Senioren- und Pflegewohnheimen sei sehr positiv, hieß es aus Kreisen der belgischen Impf-Taskforce. Es habe zwar bei einigen Geimpften leichte Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen erhöhte Temperatur gegeben, doch zu effektiven Problemen sei es nicht gekommen.

Ab dem kommendem Dienstag kann also die landesweite Impfkampagne in den Wohn- und Pflegeheimen beginnen. In der ersten Phase werden dazu pro Woche knapp 87.000 Impfdosen von Pfizer/BioNTech zur Verfügung stehen.

Vermutlich kann auch ab Ende Januar der Einsatz des Impfstoffs von Moderna angewendet werden, doch dieser muss zuerst noch von der Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen werden, genau wie der von AstraZeneca und der Universität von Oxford. Belgien hat gleich bei mehreren Pharmaunternehmen Corona-Impfstoffe bestellt und unser Land erhält zudem Impfdosen aus dem EU-Ankaufsprogramm.

Impfstrategie

Die Impf-Taskforce in Belgien bleibt bei ihrer bisherigen Impfstrategie, die vorsieht, dass zwei Pfizer/BioNTech-Impfdosen im Abstand von drei Wochen verabreicht werden sollen (das ist bei diesem Impfstoff erforderlich).

In einigen Ländern, z.B. in Großbritannien, wird untersucht, ob nicht vielleicht auch nur eine Dosis reichen könnte, um damit auf Dauer mehr Menschen impfen zu können. Dort soll die zweite Impfung solange verschoben werden, bis ausreichend Impfstoffe vorliegen.

Dies wurde kurzzeitig auch in Belgien diskutiert, aber wieder verworfen. Allerdings werden die Vorgänge im Ausland in dieser Hinsicht genau verfolgt und beobachtet, um gegebenenfalls später vielleicht ebenso vorzugehen. 

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