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Schnelleres Internet: Bis 2023 soll Belgien zu 70 % mit 5G abgedeckt sein

Bis Mitte 2023 soll bis zu 70 % der belgischen Bevölkerung Zugriff auf das schnelle Internet-Netzwerk 5G haben. Dies teilte Belgiens Ministerin für die staatlichen Unternehmen und Telekommunikation, Petra De Sutter (Groen) mit. Die flämische Grüne geht davon aus, dass die Versteigerung der 5G-Frequenzen unter den potentiellen Anbietern spätestens Anfang 2022 sattfinden kann.

Bisher scheiterte diese Versteigerung am Streit über die Verteilung der möglichen Einkünfte daraus auf Bund, Länder und Regionen. Zudem regt sich, vor allem in der Wallonie, einiger Widerstand gegen 5G, da sich dort Teile der Bevölkerung Sorgen um die gesundheitlichen Folgen durch eventuelle Strahlung machen. Aus diesen Gründen ist das 5G-Netz in Belgien bisher auch nur sehr eingeschränkt nutzbar, während es in anderen Ländern weitaus weiter verbreitet ist.

Ministerin De Sutter will bis Juni 2021 eine entsprechende gesetzliche Regelung durch die parlamentarischen Instanzen bekommen, damit der belgische Telekom-Regulator BIPT danach 5 bis 6 Monate Zeit hat, die Versteigerung der Frequenzen vorzubereiten. Nach den bisherigen Vorgaben sollen die Telekomoperatoren, die den Zuschlag bekommen, nach einem Jahr 70 % der hiesigen Bevölkerung mit dem schnellen 5G-Netzwerk versorgen.

Bisher arbeiten einige Operatoren mit kleinen 5G-Testnetzwerken in Belgien: Brussels Airport mit CityMesh und der Antwerpener Hafen mit Orange. Proximus arbeitet derzeit testweise mit einer 5G-Lightversion, allerdings nur in Flandern. Wo 5G-Light in Flandern nutzbar ist, zeigt die Karte unten (Stand März 2020). Die Region Brüssel-Hauptstadt bleibt vorerst außen vor, denn hier gelten derart strenge Strahlennormen, dass 5G vorläufig keine Chance hat.

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