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Kuehne+Nagel vertreibt Moderna-Impfstoffe in Europa von seinen Vertriebszentren in Belgien aus

Der Schweizer Logistikkonzern Kuehne+Nagel wird den Corona-Impfstoff des amerikanischen Pharmakonzerns Moderna in Europa, Asien, dem Nahen Osten, Afrika und einem Teil des amerikanischen Kontinents vertreiben. Moderna hat am 6. Januar die Zulassung der EU für seinen Corona-Impfstoff erhalten. Laut der Fachzeitschrift "Flows" spielen die beiden Standorte des Logistikers in Belgien eine wichtige Rolle bei der Verteilung des Impfstoffs. 

Der Moderna-Impfstoff wird in zwei Laboren produziert: in den Vereinigten Staaten und bei Lonza in Visp in der Schweiz. Für den Vertrieb des Impfstoffs außerhalb der USA haben Moderna und Kühne+Nagel einen Vertrag für die Lagerung des Impfstoffs im Pharmahauptlager von Kühne+Nagels und für dessen Vertrieb innerhalb Europas geschlossen, heißt es in der Pressemitteilung. Zwar wird der genaue Standort nicht namentlich erwähnt, aber laut der Fachzeitschrift Flows befindet dieser Pharma-Hub sich in Belgien.  

In Geel (Provinz Antwerpen) betreibt der Schweizer Konzern ein spezialisiertes Vertriebszentrum, das kürzlich erweitert wurde. Und am Brüsseler Flughafen verfügt der Logistikkonzern über einen 15.000 m² großen Pharmahub, der im September eröffnet wurde, berichtet Flows. Von Geel aus können die Impfstoffe schnell zum Brüsseler oder Lütticher Flughafen gebracht werden. 

Allerdings soll der Moderna-Impfstoff in Europa über die Straße geliefert werden. Der Moderna-Impfstoff muss bei -20 Grad Celsius aufbewahrt werden. Diese Transportbedingungen sind weniger kompliziert als beim Impfstoff von Pfizer/BioNTech, der bei -80 Grad Celsius gelagert werden muss. Nach dem Auftauen bleibt der Moderna-Impfstoff bei Kühlschranktemperatur noch 30 Tage haltbar. 

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