Statistiker Molenberghs: Stabile Corona-Politik beschert Belgien gute Zahlen, andere Länder kämpfen mit "Jojo-Effekt"

Die relativ guten Corona-Zahlen in Belgien sind den dauerhaft strengen Maßnahmen zu verdanken. Das hat der belgische Biostatistiker Geert Molenberghs, verbunden mit der UHasselt und KULeuven, in der Radiosendung De morgen erklärt.

"Wir profitieren von den Auswirkungen dauerhaft stabiler und strenger Maßnahmen seit dem 19. Oktober. Bis auf wenige Ausnahmen gab es seitdem in Belgien keine Lockerungen. In anderen Ländern sehen wir einen Jo-Jo-Effekt", erklärt Molenberghs. 

Der Biostatistiker verweist unter anderem auf Irland, wo die britische Corona-Variante stark im Umlauf ist. "Die Variante stellt bereits 25 % des Virusaufkommens in Irland dar. Die Zahlen dort steigen dramatisch." 

Molenberghs betont, dass auch Belgien die britische Virus-Mutation in Acht nehmen muss. "Wir müssen unser Bestes tun. Die Bevölkerung muss die Maßnahmen einhalten und die Regierung bei den Tests möglichst viele Sequenzen bestimmen lassen, um die Mutation zu identifizieren. Gründlichere Tests müssen bei Reiserückkehrern und verdächtigen Ausbrüchen in Pflegeheimen oder Schulen durchgeführt werden. 

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