Steinmarder verursachen immer häufiger Schäden an Autos in Flandern

Der Steinmarder breitet sich aus. In den letzten zwei Jahren verzeichnete der Pannendienst VAB eine stets mehr Schadensfälle durch angebissene Kabel unter der Haube. Zurzeit scheinen die Nager besonders in der Region um Leuven und Lier zu wüten.  

Die Chance, einen Steinmarder zu sehen, ist relativ gering, da sie hauptsächlich nachts aktiv sind. Die wieselähnlichen Tiere sind so groß wie eine Katze, haben eine weiße Brust und einen bauschigen Schwanz. Sie sind Allesfresser und passen sich leicht an die Umgebung an. 

Bis vor kurzem wurden Steinmarder vor allem in Wallonien gesichtet, aber immer häufiger tauchen sie auch in Flandern auf. Ihnen behagt die Motorwärme und es kann vorkommen, dass sie sogar Futter unter der Motorhaube horten. Marder haben ein Revier und kehren gerne an vertraute Plätze zurück. 

Die meisten Marderspuren an Autokabel werden meist durch Zufall, bei der Reparatur einer anderen Panne, entdeckt, hat der Pannendienst VAB erfahren. Wer rechtzeitig eingreift, erspart sich viel Schaden.  

Teurer Spaß bei Elektrofahrzeugen

Der Schaden beschränkt sich meist auf den Austausch kleinerer Kabel. Wenn sie in einem Hybrid- oder Elektrofahrzeug aber das Hochspannungskabel beschädigen, steigen die Kosten auf über 3.000 Euro.  

Wer keine Garage hat, kann sich gegen Marder mit einer Alarmanlage im Auto wehren. Diese erzeugt leichte Stromstöße und einen Ultraschallton, die den ungebetenen Gast vertreiben.  

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