2020: 17 % weniger offene Stellen am Arbeitsmarkt in Flandern

Das flämische Arbeitsamt konnte letztes Jahr 240.811 offene Stellen anbieten. Das waren 17,6 % weniger direkt Angebotene Stellenangebote als 2019. Nur der Pflegesektor meldete mehr offene Stellen an. Diese Entwicklung sei auf die Corona-(Wirtschafts)Krise zurückzuführen, so Landesarbeitsministerin Hilde Crevits (CD&V).

Schon während des ersten Lockowns brach die Zahl der vom flämischen Arbeitsamt VDAB angebotenen offenen Stellen um die Hälfte ein. Das war vor allem der Fall im April. Im Sommer stabilisierten sich diese Zahlen wieder, um im Dezember dann doch wieder leicht zu sinken.

Im letzten Monat des vergangenen Jahres wurden dem VDAB 18.227 Stellenangebote gemeldet, nur 4 % weniger als im Dezember 2019. Doch alles in allem ist der Rückgang auf Jahresbasis eher dramatisch.

In den Sektoren, aus denen die wenigsten Stellenangebote kamen, sind denn auch die Sektoren, die durch die Corona-bedingte Wirtschaftskrise und die entsprechenden Maßnahmen am stärksten betroffen sind: Gastronomie, Tourismus, Freizeit und Entspannung, Kultur und Sport (-30 %).

Doch auch im Dienstleistungsbereich gingen die Zahlen der in Flandern registrierten Jobangebote zurück: Beratungsbüros, Architekten, Ingenieure, Raumpflege oder auch im Sicherheitsbereich (-35 %). Auch die Sektoren Maschinenbau und Geräteunterhalt meldeten wenige Stellen an (-30 %) und in der Holz- und Möbelindustrie in Flandern sieht es auch nicht gut im Bereich offene Stellen aus (-26 %).

In den sogenannten „primären Bereichen“, wie Energie, Wasser, Abfallverwertung und vor allem im Gesundheits- und Pflegebereich stiegen die Zahlen hingegen merklich. Seit Mitte Oktober wurden gerade hier über 6.600 offene Stellen angeboten, von denen rund drei Viertel auch besetzt werden konnten. 

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