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Die Zahl der neuen Corona-Ansteckungen steigt in Belgien weiter leicht an

Die Zahl der bestätigten Corona-Infizierungen steigt in Belgien nun schon drei Tage in Folge, wie aus der aktuellen Statistik des wissenschaftlichen belgischen Gesundheitsamtes Sciensanio ersichtlich ist. Allerdings werden auch wieder deutlich mehr Tests abgenommen. Die Zahl der Krankenhausaufnahmen und die der Sterbefälle nach einer Covid-19-Erkrankung weisen aber weiter nach unten.

Im Zeitraum 4. bis 10. Januar wurden pro Tag im Schnitt 128 neue Corona-Patienten in Krankenhäusern aufgenommen. Das ist ein Rückgang um 12 % gegenüber der Vorwoche (27. Dez. bis 3. Januar). Am Sonntag, 10. Januar, wurden 84 Personen in einem Krankenhaus aufgenommen, während 50 Patienten dieses wieder verlassen durften. 

Derzeit werden 1.955 Corona-Patienten in Kliniken behandelt. 371 von diesen Patienten liegen auf Intensivstationen, wovon 203 künstlich beatmet werden müssen.

Die durchschnittliche Tageszahl der Sterbefälle nach einer Covid-19-Erkrankung sinkt weiter stark. Zwischen dem 1. und dem 7. Januar starben täglich rund 53 Personen an dem Virus. Das sind 23,5 % weniger als in der Woche davor. Im Zeitraum 25. bis 31. Dezember starben täglich etwa 70 Personen an den Folgen ihrer Corona-Ansteckung.

Wieder deutlich mehr Tests

Zwischen dem 1. und dem 7. Januar wurden dem Gesundheitsamt Sciensano pro Tag durchschnittlich 1.816 neue Ansteckungen gemeldet. Das sind 14 % Ansteckungen mehr als im 7-Tage-Messzeitraum davor. Im gleichen Zeitraum wurden allerdings auch deutlich mehr Tests durchgeführt: 35.300 Tests pro Tag im Durchschnitt, sprich 39 % mehr als in der Woche davor. Die Positivitätsrate liegt derzeit bei 5,7 % dieser Tests. Demnach ist in etwa jeder 6. Test positiv. Am stärksten steigen die Zahlen in Brüssel aber dort ist auch die Zahl der durchgeführten Corona-Tests am höchsten.

Im Test-Dorf Spoor Oost in Antwerpen sind am vergangenen Samstag 980 Personen auf Covid-19 getestet worden und am Sonntag 1.025 weitere Personen. Am Brussels Airport können seit vergangenem Freitag pro Tag bis zu 8.000 Tests durchgeführt werden. Dort lassen sich viele Reisende testen. 

Die meisten der Getesteten waren und sind Urlaubsrückkehrer, die sich länger als 48 Stunden in einer „Roten Zone“ aufgehalten haben und demnach 7 Tage in Quarantäne müssen und sich verpflichtet zweimal testen lassen müssen: Am 1. Tag nach ihrer Rückkehr und noch einmal am 7. Tag. 

Wissenschaftliche Suche nach neuen Corona-Virusvarianten

In einem Labor der Universität Antwerpen ist ein Kontrollsystem für die Aufspürung von neuen Corona-Virusvarianten getestet worden, worunter z.B. die deutlich ansteckendere Variante aus Großbritannien und Südafrika. Sollte sich die Suche nach einer effizienten Kontrolle als erfolgreich erweisen, soll das System inr ganz Belgien zur Anwendung kommen.

Belgiens Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (SP.A) hatte den Leiter der Taskforce für den Bereich Corona-Tests, den Mikrobiologen Herman Goossens von der Antwerpener Universitätsklinik, damit beauftragt, auch ein Konzept für ein entsprechendes Nachverfolgungssystem auszuarbeiten.

Nach ersten Tests von dahingehend untersuchten Proben hatten Kontaktverfolger in Antwerpen damit begonnen, sich bei Reiserückkehrern, deren CoronaTests nach einer PCR-Analyse Verdacht auf Virus-Mutationen aufwiesen, zu melden. Solche Verdachtsfälle werden zudem in einer entsprechenden Datenbank erfasst.

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