Jasper Jacobs

Urlaubsrückkehrer lassen die Corona-Statistik in Brüssel nach oben gehen

Reisende, die ihren Urlaub in einer sogenannten „Roten Zone“, also einer Corona-Risikozone verbracht haben, lassen bei ihrer Rückkehr in die Heimat vor allem in der Brüsseler Region die Infizierungszahlen ansteigen. Das ist besonders sichtbar in den Brüsseler Gemeinden Etterbeek, Elsene und Sint-Pieters-Woluwe. 

Inge Neven vom regionalen Brüsseler Gesundheitsamt sagte dazu am Montag: „Seit einigen Tagen sehen wir einen starken Anstieg der Zahl der Personen, die einen positiven Coronatest ablegen. In der Woche vom 1. bis zum 7. Januar stieg die Zahl der positiven Fälle um 14 %.“

Wirklich überrascht ist Neven nicht, dass die Urlaubsrückkehrer für diese Entwicklung sorgen: „In den letzten Tagen sind rund 50.000 Personen aus Risikozonen zurückgekommen. Viele dieser Urlauber wurden am 1. und am 7. Tag nach ihrer Rückkehr getestet. Wir können davon ausgehen, dass der Löwenanteil der neuen positiven Tests auf diese Gruppe zurückzuführen ist. Aber, das ist auch darauf zurückzuführen, dass wieder mehr getestet wird.“

Auch in Brüssel machen sich die Verantwortlichen im Gesundheitswesen Sorgen über mögliche Probleme durch ein Überschwappen der mutmaßlich ansteckenderen Corona-Virusvariante, die im Großraum London, in Teilen Südenglands und in Südafrika grassiert, wie Inge Neben erklärt: „Deshalb müssen wir Tests machen und die verpflichtete Quarantäne für Reiserückkehrer besser verfolgen.“

Man müsse unbedingt eine dritte Welle vermeiden, so die Brüsseler Gesundheitsexpertin gegenüber VRT NWS: „Personen, die dort (in „Roten Zonen“ (Red.)) gewesen sind, können mit anderen Virusvarianten nach Hause kommen und die können eben ansteckender sein…“

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