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23-Jähriger nach Verhaftung durch die Brüsseler Polizei in einem Krankenhaus gestorben

Im Brüsseler Stadtteil Sint-Joost-ten-Noode ist am Samstagabend ein 23 Jahre alter Mann gestorben, den die Polizei kurz zuvor im Rahmen einer Corona-Kontrolle, vor der er weggelaufen war, festgenommen hatte. Dies meldeten verschiedene Medien in Brüssel in diesem Zusammenhang. Wie und woran der junge Mann gestorben ist, ist weiter unklar. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft und das Komitee P, das die belgischen Polizeidienste kontrolliert, haben Ermittlungen aufgenommen.

Am Samstagabend hatte eine Polizeistreife aus mehreren Beamten der Polizeizone Brüssel Nord in unmittelbarer Nähe des Nordbahnhofs einige junger Leute kontrolliert, die dort eine zu große Gruppe bildeten und damit gegen das Corona-bedingte Versammlungsverbot verstießen. Dabei flüchtete eine dieser Personen, ein 23 Jahre alter Mann.

Einige Polizisten nahmen zu Fuß die Verfolgung auf und konnten ihn festnehmen, so Stéphanie Lagasse von der Brüsseler Staatsanwaltschaft: „Er wurde zum Verhör ins Kommissariat gebracht, wo er das Bewusstsein verlor. Die dort anwesenden Polizei-Inspektoren haben darauf hin den Notdienst gerufen.“

Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er kurze Zeit später verstarb: „Die Staatsanwaltschaft wurde sofort hiervon unterrichtet und ordnete unmittelbar Untersuchungen an. Auch das Komitee P, das vor Ort war, eröffnete eine Untersuchung. Daneben wurde ein Gerichtsmediziner angestellt, um eine Autopsie durchzuführen. Hierbei wird auch eine toxikologische Untersuchung durchgeführt.“

Bei den Ermittlungen werden auch die Bilder der Überwachungskameras im Polizeikommissariat und der Stelle der Verhaftung analysiert. Ob einige der Polizisten bei diesem Einsatz auch Bodycams getragen haben, wurde nicht mitgeteilt. 

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