Wim Daneels

Belgien erhält aus der EU-Bestellung 7,5 Millionen zusätzliche Pfizer/BioNTech-Impfdosen

Belgien wird 7,5 Millionen zusätzliche Impfdosen von der amerikanisch-deutschen Pharmagruppe Pfizer/BioNTech erhalten. Diese Lieferung kommt aus der Bestellung der EU-Kommission. Am Dienstagmorgen bestätigte Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke (SP.A) eine entsprechende Meldung der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad. 

Aus dem Kabinett von Gesundheitsminister Vandenbroucke verlautete am Dienstag, dass dies „positive Neuigkeiten“ seien, denn diese Lieferung sei noch nicht in die heutige Impfstrategie mit einbezogen: „Die Impf-Taskforce wird nachschauen, wo genau die Auswirkungen liegen.“ Man bleibt also weiter vorsichtig. 

Insgesamt rechnet Belgien mit 15 Millionen Impfdosen von Pfizer/BioNTech. 5 Millionen Dosen wurden bereits vor längerer Zeit bestellt und jetzt kommen die 7,5 Millionen Dosen aus der EU-Lieferung noch hinzu. Mit 15 Millionen Dosen können 7,5 Millionen Bürger in Belgien geimpft werden. Beim Pfizer/BioNTech-Vakzin sind jeweils zwei Impfungen erforderlich. 

Lieferung von April bis Juni

4,4 Millionen dieser Dosen werden im Zeitraum April bis Juni an Belgien ausgeliefert, was die Impfkampagne für das zweite Quartal besser absichert. Insgesamt werden europaweit in einer zweiten Auslieferung 100 Millionen Dosen von Pfizer in der Europäischen Union verteilt. Daraus soll Belgien weitere 2,5 Millionen Dosen erhalten, heißt es am Dienstag. 

Zurückhaltender Minister

Gesundheitsminister Vandenbroucke (Foto unten) zeigte sich sehr erfreut über diese zusätzliche Lieferung, blieb aber zurückhaltend. Er wolle zwar eine schnellere Impfung ab April, doch „ich werde da kein Datum festlegen. Das wäre zu unvorsichtig. Aber, das lässt, dass wir deutlich schneller sein können.“

Seine Vorsicht hat auch mit der Sorge vor möglichen Rückschlägen zu tun, denn über das Vakzin von AstraZeneca z.B. ist bisher nur wenig bekannt: „Wie gut wirkt es und wann wird es kommen. Wir warten auch noch auf andere Impfstoffe, die noch in Vorbereitung sind. Wir haben jetzt einen Glücksfall, weil wir zusätzliche Dosen bei Pfizer kaufen können, doch es können auch noch Probleme auftauchen.“ 

Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke

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