Mehr Tests nach den Ferien und Urlaubsrückkehrer - Belgiens Corona-Zahlen steigen stark an

Die Zahl der bestätigten neuen Ansteckungen mit dem Corona-Virus Covid-19 steigt in Belgien nun schon seit 4 Tagen wieder an. Grund dafür sind weiter die Reisenden, die aus „Roten Zonen“ zurückkehren, und die Tatsache, dass nach den Weihnachtsferien wieder deutlich mehr getestet wird, bzw. das sich seit den Ferien mehr Menschen für einen Test anmelden. Die Zahlen der Krankenhausaufnahmen und der Sterbefälle sinken hingegen weiter.

Zwischen dem 2. und dem 8. Januar wurden dem belgischen Gesundheitsamt Sciensano pro Tag durchschnittlich 2.020 neue Ansteckungen mit Corona gemeldet. Das ist ein Anstieg um 27 % gegenüber der Vorwoche. Nach Ansicht von Experten sagen die neuen Ansteckungen mit Covid-19 in unserem Land nicht unbedingt konkret etwas genaues aus.

Im Zeitraum 2. bis 8. Januar wurden täglich durchschnittlich 40.200 Tests durchgeführt, 59 % mehr als im vorangegangenen 7-Tage-Meszeitraum. Die Positivitätsrate dabei lag bei 5,5 %. Das bedeutet, dass etwa jeder 5. durchgeführte Corona-Test positiv war.

Der Biostatistiker Bart Mesuere von der Universität Gent (UGent) gibt an, dass sie steigende Zahl der Infizierungen und der Test (+ 59 %) eine Interpretation der Zahlen erschwert. Er und seine Kollegen sagen, dass der einzige derzeit objektive Barometer die Zahl der Aufnahmen von Corona-Patienten in den Krankenhäusern sei und diese sinken zumindest vorläufig weiter.

Zwischen dem 5. und dem 11. Januar wurden pro Tag im Schnitt 127 neue Corona-Patienten hospitalisiert. Das entspricht einem Rückgang um 9 % gegenüber dem vorangegangenen Messzeitraum. Am Montag, 11. Januar, wurden 92 Patienten in einem Krankenhaus aufgenommen, während 36 entlassen werden konnten. Derzeit werden 2.020 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt. 378 davon werden intensiv behandelt und von diesen Patienten sind 195 an Beatmungsgeräten angeschlossen.

Die Zahl der Sterbefälle nach einer Ansteckung mit Covid-19 sinkt weiter stark. In der Woche vom 2. bis zum 8. Januar erlagen durchschnittlich 53 Menschen ihrer Erkrankung an Corona. Das ist ein Rückgang um 21 % gegenüber der Vorwoche. Seit Ausbruch der Epidemie in Belgien sind 20.122 Personen an den Folgen davon verstorben. 

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