Belgiens Corona-Zahlen zeigen weiter ein gemischtes Bild

Die Corona-Statistik in Belgien weist erneut einen starken Anstieg der Ansteckungen mit Covid-19 und deutlich höhere Testzahlen auf, aber auch weniger Krankenhausaufnahmen und weniger Sterbefälle. Mit einem solchen Bild arbeitet das wissenschaftliche staatliche Gesundheitsamt Sciensano seit einigen Tagen. Die aktuellen Corona-Zahlen für Belgien müssen denn auch mit der nötigen Vorsicht betrachtet werden. 

Im Zeitraum 3. bis 9. Januar lag kein Feiertag und gerade dieser Zeitraum wird mit der Periode 27. Dezember bis 2. Januar verglichen, in der mit dem Neujahrstag sehr wohl ein Feiertag lag. An Feiertagen lassen sich weniger Menschen testen. 

Hinzu kommt noch, dass sich langsam der Effekt der Reiserückkehrer aus den Weihnachtsferien zeigt, die sich seit dem 31. Dezember verpflichtet testen lassen müssen.

Im Zeitraum 3. bis 9. Januar wurden pro Tag rund 2.070 neue Ansteckungen gemeldet - 30 % mehr als in der Woche davor (siehe oben). In der gleichen Periode wurden täglich im Schnitt 42.900 Test durchgeführt - 69 % mehr als im vorangegangenen Messzeitraum. Hier lag die Positivitätsrate bei 5,4 %. Das bedeutet, dass in etwa 5 von 100 Corona-Test positiv sind.

Zwischen dem 6. und dem 12. Januar wurden in Belgien pro Tag durchschnittlich 124 Corona-Patienten in Krankenhäusern aufgenommen - ein Rückgang um 6 %. 

Am Dienstag (12. Januar) wurden 130 Personen eingeliefert und 196 konnten entlassen werden. Insgesamt werden derzeit 1.960 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt. 356 davon liegen auf Intensivstationen wo 197 dieser Patienten künstlich beatmet werden müssen.

Die Zahl der Corona-bedingten Sterbefälle geht in Belgien stark zurück. In der Woche vom 3. bis zum 9. Januar starben täglich etwa 51 Personen an dem Virus - 25 % weniger als in der Woche davor. 

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