Spritzen für die Impfungen: Weltweite Nachfrage bei Datwyler in Flandern

Jetzt, wo weltweit die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen haben, herrscht bei Herstellern, die Spritzen oder Bauteile für Spritzen herstellen, Hochbetrieb. Das ist auch der Fall bei Datwyler in Alken in der Provinz Limburg (Fotos). Dort wird rund um die Uhr an der Produktion von Gummisaugern gearbeitet, die in jeder Spritze benötigt werden.

Bei Datwyler in Alken - das belgische Produktionswerk des gleichnamigen Unternehmens aus der Schweiz mit Werken auch in den USA und in Indien - werden pro Jahr über 5,5 Milliarden Sauger aus Gummi hergestellt, die Bestandteil jeder Spritze sind. Um der aktuellen Nachfrage nach solchen Saugern im Zuge der Corona-Impfkampagnen nachkommen zu können, wird dort inzwischen in 4 Schichten rund um die Uhr 7 Tage lang gearbeitet. Pro Tag werden derzeit rund 14 Millionen dieser kleinen aber wichtigen Bauteile für Spritzen hergestellt.

Datwyler-Direktor Dirk Vander Mierde sagte dazu gegenüber VRT NWS: „Durch die Corona-Krise ist die Produktion in Alken letztes Jahr schon um eine halbe Million Stück gesteigert worden und das wird auch dieses Jahr so sein. Die großen Pharmakonzerne, die das Vakzin entwickeln, haben schon letztes Jahr Produktionsslots bei uns vorbestellt, damit sich sicher sein können, auch beliefert zu werden.“

Das bedeutet für die rund 800 Beschäftigten bei Datwyler im limburgischen Alken, dass sie derzeit wehr flexibel eingesetzt werden: „Wir können leider keine weiteren Maschinen mehr hinzusetzen, um die Produktion weiter zu erhöhen“, so Vander Mierde. Doch das Unternehmen konnte seine Effizienz steigern. Man arbeite jetzt rund um die Uhr, auch in den Ferien: „Und wir haben 40 zusätzliche Mitarbeiter angeworben. Bleibt die Nachfrage ähnlich hoch, dann werden wir weiter einstellen.“

Datwyler-Direktor Dirk Vander Mierde ist stolz auf sein Personal, weil es sich so flexibel verhält: „Sie sind sich ihrer gesellschaftlichen Rolle bewusst und begreifen, dass sie mit dem, was sie produzieren, einen Beitrag dazu liefern, dass Menschenleben gerettet werden können.“

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