1 von 7 jungen Autofahrern sitzt regelmäßig unter Einfluss von Lachgas am Steuer

Junge Autofahrer (18 bis 34 Jahre) stehen regelmäßig unter dem Einfluss von Lachgas, wenn sie sich ans Steuer setzen. Meistens handelt sich um junge männliche Fahrer, die gerne zugeben, dass sie jeden Monat unter Lachgaseinfluss unterwegs sind. In Flandern trifft das auf jeden fünften Befragten zu, in Brüssel auf jeden dritten Befragten. Das Einatmen von Lachgas erzeugt einen kurzen euphorischen Rausch, vergleichbar mit den Symptomen nach Alkoholkonsum.

Lachgas ist vor allem bei jungen Leuten beliebt. Konsumenten es aus kleinen Gaskartuschen, die manchmal am Straßenrand oder unter Bänken in öffentlichen Parks liegen. Der Besitz von Lachgas ist nicht strafbar. Aber Fahren unter Einfluss wohl. Wer erwischt wird, riskiert ein Bußgeld zwischen 200 und 2.000 Euro. 

Eine repräsentative Umfrage des flämischen Verkehrssicherheitsinstituts Vias zeigt, dass viele junge Leute die Droge inhalieren und dann trotzdem Auto fahren.   

Lachgas hat eine betäubende Wirkung und wird auch in der Chirurgie verwendet. Als Freizeitdroge verschafft es dem Konsumenten eine kurze Euphorie, deren Intensität von der Dosis abhängt. "Beim Inhalieren von Lachgas gelingt weniger Sauerstoff ins Blut und damit ins Gehirn, was zu Halluzinationen führt", sagt Dominique Vandijck von der Drogeninfostelle.  

Die Auswirkungen sind ansonsten vergleichbar mit den Symptomen bei Alkohol. Lachgas erzeugt ebenfalls Schwindel und Übelkeit, beeinträchtigt die Reaktionszeit und führt zu dem Gefühl, betrunken zu sein. Was durchaus Konsequenzen für das Fahrverhalten hat. 

Lachgas kann von der Polizei bislang nicht über einen Drogentest nachgewiesen werden. "Es ist daher schwer abzuschätzen, wie viele Unfälle unter Lachgas passiert sind. 2020 sind mehrere schwere Unfälle mit jungen Leuten geschehen, in deren Auto Lachgas gefunden wurde", teilt Vias mit. 

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