200 Jahre alter Engel aus ostflämischer Kirche gestohlen. Pfarrangehörige untröstlich

Die ostflämische Gemeinde Kluisbergen, gelegen in der idyllischen Umgebung der flämischen Ardennen, steht unter Schock. Der Diebstahl eines 200 Jahre alten Engels (Foto) aus der Kirche im Dorf Kwaremont ist das Hauptgesprächsthema unter den Einwohnern des idyllischen Ortes, der normalerweise nur in die Schlagzeilen gerät, wenn das international renommierte Radrennen Flandern-Rundfahrt hier vorbeikommt.  Der Engel war Teil einer Kanzel aus dem 18. Jahrhundert.

Wie bei vielen Pfarrkirchen, vor allem im ländlichen Raum, wird die Kirche in Kwaremont nicht abgeschlossen, damit diejenigen, die privat beten und nachdenken oder das Gebäude einfach nur besuchen wollen, ungehindert eintreten können. Ein Dieb hat dies jedoch genutzt, um die Engelsfigur von der Kanzel zu entfernen und zu stehlen. Die Identität des Täters und wie er oder sie es geschafft hat, den Engel von der Kanzel zu trennen, bleibt ein Rätsel.

Die hölzerne Engelsfigur ist mindestens 200 Jahre alt und war an der Kanzel angebracht, die noch älter ist und aus dem 18. Jahrhundert stammt.

Der Vorsitzende des Kuratoriums der Saint-Amand-Kirche, Ronny Hillewaere (Foto unten), sagte gegenüber VRT Radio 2 Ostflandern: "Unser früherer Pfarrer hat den Engel immer unter seinem Bett aufbewahrt. Er hatte Angst, dass er gestohlen werden könnte, also muss er wertvoll sein".

Herr Hillewaere fügte hinzu: "Als der Pfarrer in den Ruhestand ging, haben wir die Figur wieder in der Kirche aufgestellt. Ich glaube, er wird böse mit mir sein, wenn er hört, dass der Engel gestohlen wurde. Er hat immer so gut darauf aufgepasst und jetzt haben wir ihn verloren".

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