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Pfizer relativiert Nichteinhaltung der Lieferzusage: "Wir sind ein zuverlässiger Partner"

Der Pharmakonzern Pfizer verteidigt sich gegen die Kritik, mit der er am Samstag wegen der sehr späten Ankündigung einer reduzierten Liefermenge von Corona-Impfstoffen in der nächsten Woche konfrontiert worden war.  "Wir bleiben mehr denn je ein zuverlässiger Partner", so Karel Van De Sompel, Spitzenmanager von Pfizer Belgien in der VRT-Sonntagstalkshow "De zevende dag" (dt.: Der siebte Tag). 

Van De Sompel gibt aber zu, die Kommunikation hätte besser sein können. "Ich selbst hätte mir gewünscht, etwas früher informiert zu werden, damit ich die Behörden früher hätte benachrichtigen können."

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass nächste Woche nicht 40.000, sondern nur 7.000 Impfstoffe weniger geliefert werden. Laut Pfizer ist die reduzierte Lieferung auf die Anpassung der Produktionslinien zurückzuführen, da die Europäische Kommission kürzlich zusätzliche 300 Millionen Impfstoffe bei dem Unternehmen bestellt hat.

"Der große Unterschied zu Ende Dezember, als unser Impfstoff zugelassen wurde, ist, dass Europa damals bereits 200 Millionen Impfstoffe gekauft hatte. Inzwischen, ein paar Wochen später, sind es 400 Millionen mehr.  Wir können nicht einfach an einem Knopf drehen und mehr Impfstoffe vom Band laufen lassen. Das erfordert einige Produktionsanpassungen und die werden in den nächsten Wochen erfolgen."

Diese Produktionssteigerung, bedingt durch den die zusätzliche europäische Bestellung, bedeutet auch viel mehr Impfstoffe für unser Land. "Die geplante Zuteilung für das erste Quartal beträgt 1,3 Millionen Dosen. Vergessen Sie nicht, dass wir bis einschließlich Freitag bereits 270.000 davon ausgeliefert haben. Dieser wird im zweiten Quartal deutlich gesteigert werden können", sagte Pfizer-CEO Van De Sompel.

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