Nicolas Maeterlinck

Uniklinikum UZ Gent beginnt am Montag nun doch mit der Impfung der eigenen Mitarbeiter

Die Universitätsklinik Gent beginnt morgen mit der ersten Impfung des eigenen, besonders exponierten Klinikpersonals. Sie wartet nicht auf das grünes Licht der flämischen Landesregierung. "Wir haben immer noch keine Mengenangabe von der Agentur für Pflege und Gesundheit erhalten, aber wir haben in den Medien gehört, dass die Lieferung von Pfizer es uns nun doch erlaubt, mit der Impfung des Krankenhauspersonals zu beginnen", teilte die UZ in einer Pressemitteilung mit.

Normalerweise hätte das Uniklinikum UZ Gent am Samstag mit der Impfung des eigenen Personals begonnen: 24 Krankenschwestern und Ärzte hätten eine erste Dosis des Pfizer-Impfstoffs erhalten. Als es am Freitag aber hieß, Pfizer könne die Lieferzusage nicht einhalten, sagte die Klinik die Impfung ab. 

Das Bundesamt für Arzneimittel (FAGG) hatte am Freitag gemeldet, Pfizer werde kommende Woche nicht 100.000, sondern nur 60.000 Dosen liefern. Gestern bestätigte der Pharmakonzern VRT NWS aber, dass Pfizer ursprünglich 93.600 Dosen versprochen hatte, von denen 86.580 geliefert werden. Der Ausfall ist also relativ gering.

Aufgrund dieser Zahlen beschließt UZ Gent nun, die erste, begrenzte Impfung der eigenen Mitarbeiter am Montag doch noch zu starten. "Wir haben immer noch keine Mengenangabe von der Agentur für Pflege und Gesundheit erhalten, aber wir haben in den Medien gehört, dass die Lieferung von Pfizer uns erlaubt, mit der Impfung des Krankenhauspersonals zu beginnen", teilte das Uniklinikum mit. 

In unserer Gefriertruhe wartet eine große Menge an Impfstoffen. Wir wollen unsere Mitarbeiter an der Front so gut wie möglich vor dem Virus schützen. Wir warten also nicht länger.
UZ Gent

"Wir haben keine Zeit zu verlieren: Die Zahl der Infektionen steigt und auch die Zahl der Einweisungen in unser Krankenhaus hat in den letzten Tagen zugenommen. (...) In unserer Gefriertruhe wartet eine große Menge an Impfstoffen. Wir wollen unsere Mitarbeiter an der Front so gut wie möglich vor dem Virus schützen. Wir warten also nicht länger. Die Impfung in den Pflegeheime wird dadurch nicht beeinträchtigt."

UZ Gent hofft, dass die flämische Regierung heute oder morgen weitere Neuigkeiten über die Impfstoffkapazitäten bekannt gibt, was uns dann erlauben wird, die anderen Mitarbeiter im Laufe der Woche zu impfen. Die Mitarbeiter, die in erster Linie geimpft werden sollen, arbeiten auf der Intensivstation, in der Notaufnahme oder auf der Covidstation und sind älter als 45 Jahre.

"Auch die anderen Krankenhäuser müssen so schnell wie möglich mit der Impfung ihres Personals beginnen können", so das Uniklinikum abschließend. "Sobald die Regierung die Verteilung der Impfstoffe auf die Krankenhäuser klärt und der Transport organisiert werden kann, werden wir die Impfstoffe sofort an die anderen Krankenhäuser verteilen."

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