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Konzertierungsausschuss früher als geplant? Weitere Reisebeschränkungen möglich

Die für den kommenden Freitag geplante Sitzung des Konzertierungsausschusses von Bund, Ländern und Regionen in Belgien wird möglicherweise vorgezogen. Aufgrund der in Belgien um sich greifenden britischen Variante des Coronavirus, die wesentlich ansteckender ist, als die bisher bekannten Virenarten, könnte es zu weiteren Reisebeschränkungen kommen. 

Zudem könnte sich das Kernkabinett der belgischen Bundesregierung am Dienstag erneut zu einer Dringlichkeitssitzung treffen, denn die Ausbreitung der britischen Corona-Variante bereitet Politik und dem Gesundheitswesen große Sorgen.

Am Montag hat sich das Kernkabinett aus Premierminister, den Vizepremiers und den betroffenen Fachministern bereits mit möglichen zusätzlichen oder zu verschärfenden Maßnahmen befasst. Nach Ablauf des Treffens erklärten Innenministerin Annelies Verlinden (CD&V) und Vize-Premier- und Finanzminister Vincent van Peterghem (PS), dass am Montag noch keine Entscheidung getroffen worden sei.

Möglicherweise stehen aber weitere Reisebeschränkungen zur Debatte. Aus Regierungskreisen verlautete am Montag, dass die Dauer eines Auslandsaufenthalts (z.B. in einer Roten Zone, einem Corona-Risikogebiet), bei dem kein Coronatest und keine Quarantäne nach der Einreise verlangt wird, von jetzt 48 Stunden auf vielleicht 16 Stunden herabgesenkt wird. Das würde zur Folge haben, dass Übernachtungen im Ausland untersagt werden könnten.

Die Regierung(en) müssen in diesem Zusammenhang darüber beraten, was das für berufliche Grenzpendler und für Familienbesuche im benachbarten Ausland für Folgen haben könnte. Hier sind auf jeden Fall die Ministerpräsidenten der Länder und Regionen gefragt.

Sicher ist, dass nicht notwendige Reisen weiter eingeschränkt werden sollen. Das empfehlen Gesundheitsexperten aller Fachbereiche und auch das GEMS-Gremium, dass die belgische Bundesregierung und die Regierungen der Teilstaaten in Coronafragen berät, nicht erst seit gestern. 

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