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Pfizer/BioNTech wird nur wenig Lieferverzug für Belgien haben

Die Pharma-Gruppe Pfizer/BioNTech wird die Lieferungen von Corona-Impfstoffen für Belgien doch nicht so stark reduzieren, wie vor einigen Tagen noch befürchtet. Die Impf-Taskforce der belgischen Gesundheitsbehörden teilte mit, dass der Konzern seine Lieferung für unser Land nach oben korrigiert hat. 

Pfizer/BioNTech gab bekannt, dass in dieser Woche in Belgien 86.500 Impfdosen ausgeliefert werden. Das sind nur 7.000 Dosen weniger als vorher angegeben wurde. Ursprünglich war die Rede davon, dass Belgien in dieser Woche 40.000 Dosen weniger erhalten würde, als eigentlich zugesagt wurde. Das bedeutet für die belgische Impf-Taskforce, dass sich die Lage etwas entspannt und dass die Auswirkung auf die geplanten Impfungen in dieser Woche nur gering sein werden.

Von Seiten des belgischen Gesundheitsministeriums hieß es dazu, man sei erleichtert und dass in den Pflege- und Altenwohnheimen die Impfungen mehr oder weniger wie geplant durchgeführt werden könnten. Verzögerungen wird es aber wohl bei den Impfungen von Medizinern und Pflegepersonalen in Krankenhäusern geben, die in dieser Woche anlaufen werden.

Impfspezialist Pierre Van Damme von der Antwerpener Universität (UAntwerpen) sagte dazu am Sonntag, dass in den Kühlräumen der Krankenhäuser rund 127.000 Impfdosen von Pfizer/BioNTech lagern würden, die aber diese Woche aufgebraucht würden. Van Damme bedauerte, dass das Unternehmen diesen Vorgang so schlecht kommuniziert habe.

Der Corona-Impfstoff wird im Pfizer-Werk in Puurs bei Antwerpen produziert. Von dort aus wird die ganze Welt außer Asien und die USA damit beliefert. Doch in diesen Tagen wird in Puurs die Produktionskapazität erhöht und diese Arbeiten verlangen kurzfristig Rückgänge bei der laufenden Produktion, so Pfizer-Belgienchef Karel Van De Sompel gegenüber VRT NWS am Sonntag.  

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