Löwen hat Erfolg mit der Pille für Tauben - Population mehr als halbiert

Die Universitätsstadt Löwen in Flämisch-Brabant arbeitet seit rund anderthalb Jahren mit Verhütungspillen für Tauben, denn die Population nahm dort enorme Ausmaße an, vor allem am dortigen Hauptbahnhof. Die Aktion hatte Erfolg, denn die Zahl der Tauben konnte mehr als halbiert werden, ohne Tiere töten zu müssen.

Im Sommer 2019 hat die Stadtverwaltung in Löwen dem Taubenfutter Verhütungspillen beigemischt, um zu versuchen, die Zahl der Tauben zu senken, ohne Vögel töten zu müssen. Insgesamt wurden Futterkästen mit Taubenpillen an vier Stellen in der Stadt aufgestellt, u.a. am Museum M und am Bahnhof, der von Tauben besonders heimgesucht wurde und wird. Insgesamt nahm die Taubenpopulation in der Universitätsstadt um 57 % ab und in der Umgebung des Bahnhofs sogar um fast 70 %.

Bei der Stadt Löwen heißt es übrigens, dass die Tauben nicht gänzlich loswerden wolle, denn sie gehören hier zum gewohnten Stadtbild. Nur die Ausmaße waren derart groß, was sich auch an den zahllosen Vogelschissflecken im historischen Zentrum zeigte, dass etwas gegen die Überhand nehmende Zahl der Tauben unternommen werden musste.

Löwen arbeitete hierbei auch mit der belgischen Tierschutzgesellschaft GAIA zusammen. Von dieser Seite her wurde das tierfreundliche Projekt unterstützt. Die Stadt Löwen erinnert aber noch einmal daran, dass Tauben nicht gefüttert werden sollen. Gefüttert wird hier nur von städtischer Seite her mit Futter, das für die Vögel gesund ist. Neben Löwen arbeitet auch die Stadt Tongeren in der Provinz Limburg erfolgreich mit „der Pille für Tauben“. 

Futterstelle mit Verhütungsmitteln für Tauben auf dem Dach vom Löwener Museum M

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