Facebook/Mega World Tienen

Vorläufig kein Übernahmekandidat für die Billigkette Mega World (ex-Blokker)

Für die in Konkurs gegangene Billigwarenhauskette Mega World, früher Blokker, konnte kein Übernahmekandidat gefunden werden. Dies teilt der Kurator der im Dezember für Bankrott erklärten Kette mit. Bis zum vergangenen Freitag mussten die letzten Angebote abgegeben werden, doch darunter war kein geeigneter Kandidat. Das bedeutet, dass die rund 650 Beschäftigen von Mega World ihre Arbeitsplätze verlieren. 

Der letzte konkrete Kandidat, ein deutsches Unternehmen, wurde letztendlich nicht berücksichtigt, so Kurator Thierry Lammar, denn dessen Preis war zu niedrig und er stellte Bedingungen, die so nicht zu erfüllen waren. Er verlangte, dass ihm die Geschäftsgebäude und -räume, in denen die 119 Filialen untergebracht sind, vermietet werden, doch die Immobilien gehören zum Übernahmepaket und so konnte der Kurator mit dem deutschen Kandidaten nicht weiterarbeiten.

Die letzten Waren, die sich noch in den Filialen befanden (Kleidungsstücke, Spielzeug, Haushaltegegenstände und Dekoartikel) konnten hingegen an ein französisches Unternehmen veräußert werden. Der Preis dafür, so Kurator Lammar, „ist angesichts der hohen Schuldenlast ein Tropfen auf dem heißen Stein.“

Über die noch vorhandenen Lagerbestände hat der Kurator noch kein wirkliches Bild, weil Mega World - das Unternehmen hatte die belgischen Läden der niederländischen Kette Blokker trotz Warnung von vielen Seiten her übernommen - keine Bestandslisten führte.

Die Ware befindet sich offenbar größtenteils noch in Folie umhüllt auf Paletten: „Wir haben zwei Optionen: Entweder wir finden Käufer, die die Ware ungesehen übernehmen oder wir müssen alle Paletten öffnen und notieren, was sich darauf befindet und dann erst zum Verkauf übergehen.“ 

CLI

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