Verbot von nicht zwingend notwendigen Reisen vom 27. Januar bis 1. März, Friseure öffnen wieder am 13. Februar

Der Konzertierungsausschuss der verschiedenen Regierungen Belgiens  kündigt vom 27. Januar bis zum 1. März ein Verbot für nicht zwingend notwendige Reisen ankündigen.  Auslandsferienreisen während der Karnevalsferien sind also nicht möglich. Ab dem 13. Februar dürfen auch Friseure unter strengen Auflagen wieder öffnen. Dies erfuhr VRT NWS aus guter Quelle. Um 19.00 Uhr folgt eine Pressekonferenz. 

Der Konzertierungsausschuss hat demnach beschlossen, dass ab dem kommenden Mittwoch bis zum 1. März alle nicht lebensnotwendigen Reisen verboten sind. Es werden nur noch berufliche Reisen und Reisen aus humanitären und familiären Gründen zugelassen.

Wer ins Ausland reist, muss eine unterschriebene Erklärung auf Ehrenwort vorweisen können, die bestätigt, dass es sich nicht um eine touristische Reise handelt. 

Für diejenigen, die aus beruflichen oder anderen zwingenden familiären Gründen ins Ausland reisen, gilt weiterhin die 48-Stunden-Regel. Wenn Sie sich länger als 48 Stunden im Ausland aufhalten, gilt nach Ihrer Rückkehr eine Test- und Quarantänepflicht. Personen, die in einer Grenzregion leben, können weiterhin jenseits der Grenze arbeiten oder einkaufen, müssen aber auch eine entsprechende Erklärung auf Ehrenwort mit sich führen. An den Grenzen werden stichprobenartige Kontrollen durchgeführt, auch für diejenigen, die Belgien verlassen.

 

Frank Abbeloos

Der Konzertierungsausschuss der verschiedenen Regierungen des Landes verhandelt auch über die mögliche Wiedereröffnung von Friseurläden. Laut unseren Informationen dürfen diese ab dem 13. Februar wieder öffnen, allerdings unter der Bedingung, dass sich die Zahl der Infektionen günstig entwickelt und nicht mehr ansteigt. Auf die Wiederöffnung der Friseurläden hatten ganz besonders die französischsprachigen Liberalen (MR) und Sozialisten (PS) gedrängt.

Die Wiedereröffnung der Friseure und Schönheitssalons wird an strenge Auflagen geknüpft. Der Gang zum Friseur erfolgt immer nach Terminvereinbarung. Es wird nur ein Kunde pro 10 Quadratmeter im Friseursalon anwesend sein dürfen und die anderen Kunden müssen draußen warten. Auch muss dauernd für Frischluft durch ein offenes Fenster gesorgt werden. Friseure müssen eine chirurgische Maske tragen, aber keine FFP2-Maske, wie erst berichtet. 

Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, müssen sich für zehn statt sieben Tage isolieren. Diejenigen, die in Quarantäne müssen, weil sie einen Hochrisikokontakt hatten oder aus einer roten Zone zurückkehren, müssen für sieben Tage in Quarantäne, es sei denn, sie legen einen positiven Test nach sieben Tagen ab. Dann müssen sie sich ebenfalls isolieren.

Reisebranche: "Reiseverbot kommt überraschend, aber es ist gut, dass es bis zum 1. März befristet ist"

Der flämische Verband der Reisebüros hofft, dass nach dem 1. März das Reisen wieder erlaubt wird. "Das Einreiseverbot ist keine Überraschung, aber es ist wichtig, dass Belgien das Verbot vorübergehend bis zum 1. März einführt. Auf diese Weise werden wir nicht das erleben, was wir letzten Sommer erlebt haben. Dann hielt Belgien ein Einreiseverbot bis zum 1. September aufrecht, die Nachbarländer nicht. Viele belgische Reisende reisten dann aus einem Nachbarland ab", sagt Koen Van Den Bosch vom Flämischen Verband der Reisebüros.

Laut Van Den Bosch sollte es nach dem 1. März wieder möglich sein, sicher zu reisen. "Wenn wir mit der Impfung fortfahren und Schnelltests einführen würden, dann ist es möglich. Das Verhalten der Menschen ist immer noch viel wichtiger als der Ort, an dem sie sich befinden. Egal, ob Sie zu Hause oder am Zielort sind, das Verhalten ist entscheidend für eine sichere Reise."

Kosmetikverband: "Erleichtert, Perspektive bekommen zu haben"

Der belgische Kosmetikverband ist erleichtert, dass der Konzertierungsausschuss der Branche die Perspektive gibt, Mitte Februar wieder zu öffnen. "Wir sind erleichtert, weil wir jetzt das Gefühl der Solidarität bekommen. Wir haben immer nach einer Perspektive gefragt, nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Kunden. Die Wiedereröffnung der Friseure ist zu einer ernsthaften gesellschaftlichen Debatte geworden", findet Ludovic Beckers.

Mit der Wiedereröffnung sind strenge Regeln verbunden. So darf z. B. immer nur ein Kunde den Laden betreten und zwischen jedem Kunden müssen zehn Minuten vergehen. "Die Tatsache, dass immer nur ein Kunde gleichzeitig in den Laden darf, ist vor allem für Arbeitgeber nicht praktikabel. Wir werden das weiter diskutieren müssen", sagte Beckers.

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