Belgien: Die strengeren Regeln für Hochrisikokontakte und Reisende treten diese Woche in Kraft

Seit diesem Montag, Stichtag 25. Januar, müssen sich Personen, die aus Großbritannien, Südafrika und Südamerika in Belgien einreisen, verpflichtet für 10 Tage in Quarantäne begeben. Genauso, wie alle anderen Hochrisikokontakte müssen sie sich am Tag 1 ihrer Einreise sowie am 7. Tag auf Corona testen lassen. Zudem gelten ab sofort auch Kinder aus Grundschulen als potentielle Hochrisikokontakte, wenn sie Kontakt zu einem mit Covid-19 infizierten anderen Kind hatten. Ab Mittwoch, Stichtag 27. Januar, gelten auch die neuen allgemeinen Reiseeinschränkungen.

Diese Maßnahmen wurden am vergangenen Freitag vom Konzertierungsausschuss aus Bund, Ländern und Regionen in Belgien beschlossen und treten jetzt in Kraft. In unserem Land gilt jeder als Hochrisikokontakt, der mindestens 15 Minuten Lang innerhalb eines Abstands von 1,5 Metern Kontakt zu einem Infizierten hatte.

Auch Personen, die länger als eine Viertelstunde in einem Raum mit einem Hochrisikokontakt waren, gelten selbst als ein solcher Kontakt. Überflüssig zu sagen, dass Personen, die direkten körperlichen Kontakt zu einem Infizierten hatten, ebenfalls unter diese Regel fallen.

Bisher galten kleiner Kinder z.B. im Grundschulalter in Belgien als Niedrigrisikokontakt, doch dies ändert sich jetzt durch die neuen Bestimmungen. Auch sie müssen also im Falle eines Kontakts mit einer infizierten Person – ob Kind oder Erwachsener – in Quarantäne gehen. Diese Maßnahme ist auch Teil der Corona-Strategie im flämischen Bildungswesen. 

Ab Mittwoch gelten die neuen Reiseeinschränkungen

Der Konzertierungsausschuss hat auch beschlossen, dass ab dem kommenden Mittwoch (27. Januar) bis zum 1. März alle nicht dringend notwendigen Reisen verboten sind. Es sind ab dann nur noch berufliche Reisen oder Reisen aus humanitären und familiären Gründen zugelassen. 

Wer ins Ausland reist, der muss eine unterschriebene Erklärung auf Ehrenwort (eidesstaatliche Erklärung) vorweisen können, die bestätigt, dass es sich nicht um eine touristische Reise handelt. Entsprechende Formulare sind über die Webseiten der Bundes- und der Landesregierungen herunterzuladen.

Für Personen, die aus beruflichen oder anderen zwingenden Gründen ins Ausland reisen müssen, gilt weiterhin die 48-Stunden-Regel. Wer sich länger als 48 Stunden im Ausland aufhält, der muss sich nach seiner Rückkehr der geltenden eine Test- und Quarantänepflicht unterziehen (10 Tage Quarantäne, Test am 1. und am 7. Tag).

Personen, die in einer Grenzregion leben, können weiterhin die Grenze überqueren, um dort zur Arbeiten zu fahren oder um dort einkaufen zu gehen. Die Betroffenen müssen aber auch in diesem Fall eine entsprechende eidesstaatliche Erklärung vorweisen können. An den Grenzen werden stichprobenartige Kontrollen bei der Einreise und bei der Ausreise durchgeführt.

Rob Engelaar Fotografie

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