Der hohe Wasserstand an der Maas in Limburg bietet ein besonderes Naturschauspiel

Durch den schnell schmelzenden den Schnee in den Ardennen steigt die Maas in den letzten Tagen sehr rasch an. Das sorgte am vergangenen Wochenende am Maasufer in der flämischen Provinz Limburg und an der Grenze zu den Niederlanden für besonders schöne Bilder, die viele Radfahrer und Wanderer anlockten.

Das Ufer der Maas in Lanaken und in Kinrooi und die alten Maasarme, die sogenannten „Boyen“ in der Gegend um Dilsen-Stokkem, weisen in diesen Tagen sehr hohe Wasserstände auf, die eine Folge des rasch zufließenden Schmelzwassers aus den Ardennen sind. Was früher zu Überschwemmungen von ganzen Dörfern führte, zeigt heute idyllische Bilder in den Auen und den durch den Kiesabbau und Maasverbreiterung und -vertiefung neu geschaffenen Überflutungsgebieten.

Einige dieser Auenlandschaften stehen gerade ganz unter Wasser und zwar auf beiden Seiten der Grenze zwischen Flämisch- und Niederländisch-Limburg. Das ist nicht oft so in den letzten Jahren, doch in den Höhenlagen der Ardennen schneit es noch immer etwas, was wohl für weiteres Schmelzwasser sorgen wird, dass wieder nachfließen wird.

Hier hat der Mensch zum Schutz von anderen Menschen und aus wirtschaftlichen Gründen in die Natur eingreifen müssen, doch gerade hier zeigt sich zum einen, dass es ein nützlicher Eingriff war, neue Auenlandschaften anzulegen und zum anderen sorgt dies für eine neue und faszinierende Art von Naturschauspiel, das nicht nur die Anwohner begeistert, sondern auch Radfahrer und Wanderer, die extra dafür hierherkommen.

Doch man sollte angesichts des stark strömenden Wassers schon aufpassen, dass man nicht mitgerissen wird. Ein älterer Anwohner sagte klar und deutlich: „Mit der Maas ist nicht zu spaßen!“

So sehen die Maasarme und die Auenlandschaften in Limburg im Sommer bei Niedrigwasser aus
Matty Maes

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