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Doch kein Ausbruch der südafrikanischen Corona-Variante in Ostende

Nach einigen Fällen von südafrikanischer Corona-Mutation in einigen Pflegeeinrichtungen und Appartementgebäuden in Ostende an der belgischen Küste ist jetzt Erleichterung eingekehrt. Die Zahl der nach massiven Test am Wochenende festgestellten entsprechenden Fälle liegt bei 16 Vorkommnissen in zwei Pflegewohnheimen und bei 14 Fällen in einem Wohnblock.

Am Samstag wurde der Küstenbadeort Ostende, die größte Stadt an der hiesigen Nordseeküste, von Meldungen zu südafrikanischen Corona-Fällen in Pflegewohnheimen und in einem großen Appartementhaus aufgeschreckt. Schnell war von 15 bis 20 Fällen und mehr gesprochen.

Ostendes Bürgermeister Bart Tommelein (Open VLD) ließ daraufhin in den betroffenen Einrichtungen massiv auf Corona testen und daraus erwies sich jetzt, dass es zu 30 Fällen mit dieser Corona-Variante kam: 16 auf zwei Pflegewohnheime verteilt, wo 157 Bewohner und Mitarbeiter getestet wurden und 14 in einem großen Wohnhaus mit vielen Appartements, wo sich fast alle Bewohner zu Tests gemeldet hatten.

Ob es sich in allen auffälligen positiven Tests auch wirklich um die südafrikanische Mutation handelt oder vielleicht um die britische oder die „normale“ Virusvariante ist noch nicht ganz klar, doch Ostende kann aufatmen. Das bedeutet wohl auch, dass am kommenden Wochenende dort die Radcross-Weltmeisterschaft stattfinden kann, wie der Bürgermeister am Montag gegenüber VRT NWS andeutete. 

Ist die südafrikanische Variante ein großes Problem?

Offenbar aber wirken die derzeit in Belgien verfügbaren Corona-Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und AstraZeneca nicht effektiv gegen die südafrikanische Variante und diese ist auch schwieriger zu erkennen, doch nach Ansicht des Mikrobiologen Bruno Vanhasselt von der Universität Gent (UGent) ist dies nicht unbedingt ein Drama, auch wenn es sich dabei im eine schlechte Nachricht handelt: „Das Immunsystem besteht aus mehr als nur Antikörpern. Es gibt auch Immunzellen, die das Virus erkennen. (…) Man kann schnell andere Zusammenstellungen (von Impfstoffen (Red.)) generieren und innerhalb eines Monats zum Impfen übergehen.“ Die Wissenschaft könne sich mit den derzeitigen Erkenntnissen schnell neuen Situationen anpassen: „Und das ist wohl eine gute Nachricht.“ 

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