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Schwappen die Ausschreitungen in den Niederlanden auf Turnhout und Maasmechelen über?

In den sozialen Netzwerken erscheinen Aufrufe, am Samstag auf dem Marktplatz in Turnhout zu protestieren. Die Polizeibehörden von Turnhout sind in Alarmbereitschaft. Auch in Maasmechelen haben Jugendliche zu Protesten aufgerufen. Dort hat man bereits mit den Eltern und Jugendlichen Kontakt aufgenommen.

Die Berichte in den sozialen Medien über Proteste am Samstag um 18 Uhr in Turnhout (Provinz Antwerpen) sind unmissverständlich: Wer dabei sein will, soll in Schwarz gekleidet sein und Feuerwerk mitbringen. “Wir werden in Turnhout alles auf den Kopf stellen.” 

Der Bürgermeister von Turnhout, Paul Van Miert (N-VA), hatte am Sonntag erstmals Berichte erhalten. “Wir haben sofort eine Untersuchung eingeleitet. Aber es ist nicht klar, wer dahinter steckt. Wir nehmen diese Bedrohung sehr ernst, weil wir an der niederländischen Grenze liegen. Wir prüfen, wie wir mit der Polizei vorgehen können und ob wir alle Versammlungen verbieten sollten".  

In den letzten Tagen kam es an mehreren Orten in den Niederlanden zu Ausschreitungen und Vandalismus als Reaktion auf die dort geltende Ausgangssperre ab 21 Uhr. In einem Krankenhaus wurden Fenster eingeschlagen und ein Testzentrum wurde in Brand gesetzt. 

“Die Ermittlungen laufen noch”, sagte Bürgermeister Van Miert: “Vielleicht wollen dieselben Leute hier Unruhe stiften. In Turnhout haben wir keine strenge Ausgangssperre wie in den Niederlanden. Das Jahresende ist vorbildlich verlaufen.”  

Trotz der Berichte über geplante Ausschreitungen ist der Bürgermeister nicht für die Schließung der Grenzen: “Aber wir werden zusätzliche Streifen ins Stadtzentrum schicken und, falls nötig, Verstärkung anfordern. 

Auch in Maasmechelen

In Maasmechelen (Provinz Limburg) haben hiesige Jugendliche zu Protestaktionen aufgerufen. “Dabei halten sich die meisten jungen Leute in Maasmechelen problemlos an die Regeln’, reagiert Raf Terwingen (CD&V).  

Die Polizei hat inzwischen herausgefunden, wer diese jungen Leute sind. "Wir werden ein Gespräch mit ihnen und ihren Eltern führen und versuchen, sie zur Vernunft zu bringen", so Bürgermeister Terwingen. 

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