Caspar Huurdeman

Außerschulische Aktivitäten aufgrund von Corona bleiben möglich, werden aber eingeschränkt

Länder und Regionen in Belgien haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen in Sachen außerschulische Aktivitäten geeinigt. Nach Ausbrüchen von Corona in verschiedenen Schulen und entsprechenden Schulschließungen und Quarantäneverordnungen im ganzen Land forderten Experten, dass man auch die außerschulischen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen zu analysieren, denn hier würden viele vermeidbare Kontakte stattfinden.

Die Regierungen aus den Ländern und Regionen in Belgien wollen außerschulische Aktivitäten nicht generell verbieten, denn sie sind der Ansicht, dass Kinder und Heranwachsende in einem gewissen Maße soziale Kontakte brauchen, auch und gerade in diesen Coronazeiten.

Aber, die Kinder sollen sich auf nur eine Aktivität bzw. auf ein Hobby konzentrieren, bei dem sie andere Kinder treffen. Das gilt besonders bei Aktivitäten in Innenräumen. Und, die jeweiligen Gruppe sollen z.B. auf Vereinsebene, in Pfadfindereinheiten, in Musikschulen, Balletgruppen, in Sportclubs oder bei anderen Jugendgruppen verkleinert werden. Geraten wird zudem, möglichst viele Aktivitäten draußen anzubieten. Diese Maßnahmen betrifft Kinder unter 12 Jahre.

Ältere Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahre können von den neuen Vereinbarungen profitieren, denn ihnen waren im Rahmen der aktuellen Corona-Maßnahmen außerschulische Aktivitäten weitgehend untersagt worden. Sie dürfen jetzt wieder in kleinen Gruppen, die nicht mehr als 10 Jugendliche umfassen, aktiv werden, allerdings nur draußen.

Im Allgemeinen gilt für den Sportbereich, dass Kinder und Jugendliche aller Altersklassen in kleinen Gruppen und unter den geltenden Abstands- und Hygienevorschriften trainieren dürfen. Wettkämpfe, z.B. zwischen verschiedenen Vereinen, bleiben aber weiter untersagt.

Diese Einigung, auf sich die Jugend-, Kultur- und Sportminister aus den Regionen geeinigt haben, muss allerdings noch von Konzertierungsausschuss aus Bund, Ländern und Regionen abgesegnet werden. Dies soll noch in der laufenden Woche der Fall sein können. 

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