Die Marine beobachtet immer öfter russische Kriegsschiffe vor der belgischen Küste

Innerhalb der vergangenen 5 Jahre hat sich die Zahl der russischen Kriegsschiffe, die vor der belgischen Nordseeküste aufgetaucht sind, vervierfacht. Quasi jede Woche muss die belgische Marine auslaufen, um ein solches Schiff zu beobachten, wie aus einer parlamentarischen Anfrage zu ersehen ist. 

Diese russischen Kriegsschiffe fahren zumeist zwischen Russland und dem Mittelmeer hin und her, denn sie werden in erster Linie vor der Küste Syriens eingesetzt. Sie kommen zumeist aus zwei bestimmten russischen Häfen: Aus Kaliningrad an der Ostsee und aus St. Petersburg. Früher machten russische Kriegsschiffe einen großen Umweg um die britischen Inseln herum, doch immer häufiger durchkreuzen sie den Ärmelkanal und die Nordsee. 

Wir beobachten schon lange eine Zunahme ein assertives Auftreten der Russen.“

Jasper Pillen (Open VLD), föderaler Abgeordneter

Der belgische Abgeordnete Jasper Pillen (Open VLD) aus Brügge sagte dazu gegenüber VRT NWS, dass die russischen Kriegsschiffe, solange sie in internationalem Gewässer bleiben, diesen Weg nehmen dürfen, doch dabei handelt es sich auch darum, „die Muskeln spielen zu lassen. Wir beobachten schon lange eine Zunahme ein assertives Auftreten der Russen. Das passiert auch im Luftraum. Russische Kampfflugzeuge schänden auch regelmäßig den NATO-Luftraum. Auf See ist das nicht anders.“

Mehr Aufgaben für die Marine

Für die belgische Marine bedeutet dies schlicht und einfach mehr Arbeit, so Pillen weiter: „Durch unsere Verpflichtungen gegenüber der NATO müssen wir diese Schiffe immer verfolgen. Früher war dies eher sehr selten, doch heute geschieht dies fast täglich. Dieses beschatten ist eine schwere Aufgabe, die da hinzukommt. Das bedeutet, dass wir in unsere Marine investieren müssen.“ 

Offshore-Windparks werden heute noch nicht als eine sensible Infrastruktur angesehen, doch das ist es wohl. Das ist eine strategische Reserve für die Elektrizitätsversorgung und für unser Land sehr wichtig.“

Jasper Pillen (Open VLD), föderaler Abgeordneter

Der Abgeordnete der flämischen Liberalen sagte gegenüber VRT NWS auch, dass er sich die Frage stelle, ob man nicht besser auch die belgischen Offshore-Windparks auf hoher See bewachen sollte: „Das wird heute noch nicht als eine sensible Infrastruktur angesehen, doch das ist es wohl. Das ist eine strategische Reserve für die Elektrizitätsversorgung und für unser Land sehr wichtig. Das muss also geschützt werden. Das will sagen, dass hierzu spezielle Sicherheitspläne kommen müssen, damit die Marine da auch ein Auge drauf werfen kann.“ 

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