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König Philippe: "Diese Regierung ist das Resultat unseres demokratischen Prozesses"

In seiner traditionellen Ansprache an die hohen Amts- und Würdenträger in Belgien, eine Art Neujahrsansprache, zeigte sich König Philippe (Foto) am Donnerstag erfreut über die Rolle, die Belgien im Kampf gegen die Coronakrise einnimmt. Doch der Monarch lobt auch die neue Bundesregierung, die seit Oktober im Amt ist.

Die Coronakrise sorgte dafür, dass auch dieser Empfang nur digital stattfinden konnte. König Philippe und Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) richteten sich mit digitalen Ansprachen aus dem Palast in Brüssel an die angesprochenen Amts- und Würdenträger.

Natürlich ist diese Krise auch ein Thema in der königlichen Ansprache gewesen: „Unser Land liegt in der Tat im Mittelpunkt der Impfkampagnen fast überall in der Welt, dank unseres Beitrags zur Entwicklung, Produktion und zum Vertrieb der Corona-Impfstoffe.“ Dies sei kein Zufall, so König Philippe, sondern die Folge einer Vision und einer langfristigen Strategie: „Dies ist auch das Resultat eine außergewöhnlichen Zusammenarbeit zwischen den Behörden und den Universitäten und zwischen der öffentlichen Hand und der Industrie. Da dürfen wir stolz drauf sein.“ 

Mit viel Geduld wurde ein langer Weg zurückgelegt, um auseinandergehende gesellschaftliche Visionen zu einem gemeinschaftlichen Projekt zu vereinigen.“

König Philippe

König Philippe ging auch auf die lange Regierungsbildung in Belgien ein und auf die Tatsache, dass die Demokratie dann doch für eine reguläre Regierung auf Bundesebene gesorgt habe: „Seit vier Monaten wird das Land föderal von einer vollwertigen Regierung geleitet. Diese Regierung ist das Resultat unseres demokratischen Prozesses. Mit viel Geduld wurde ein langer Weg zurückgelegt, um auseinandergehende gesellschaftliche Visionen zu einem gemeinschaftlichen Projekt zu vereinigen. Und darüber können wir uns alle nur freuen.“ 

Es werden noch schwierige Wochen und Monate, doch jetzt, wo wir schon so weit gekommen sind, dürfen wir nicht nachlassen.“

Premierminister Alexander De Croo (Open VLD)

Premierminister Alexander De Croo (Open VLD - Foto unten) ging ebenfalls in seiner Ansprache auf die Coronakrise in unserem Land, die wir alle durchstehen müssen ein und gab zu verstehen, dass tatsächlich ein ermattender Kampf und sogar bitterer Kampf sei, „doch diesem Kampf müssen wir gewinnen. Es werden noch schwierige Wochen und Monate, doch jetzt, wo wir schon so weit gekommen sind, dürfen wir nicht nachlassen.“ Das Land müsse Kraft und Widerstandsfähigkeit an den Tag legen, um aus dieser Krise kommen zu müssen.

Man könne nur vorausschauen, so der liberale flämische Regierungschef: „Das tun wir, in dem wir uns einer Gesellschaft und einer Wirtschaft zuwenden, die nachhaltiger und digitaler ist. Denn dort liegt der Wohlstand der Zukunft: In neuen Sektoren, die sich voll und ganz entfalten und in alten Sektoren, die sich neu erfingen. Unser Land mit seiner offenen Wirtschaft und seiner soliden industriellen Basis muss dieser Revolution mit ihre Form geben.“  

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