Regierung gibt mehr als 29.000 chronisch Kranken eine Entschädigung bis zur Pension: "höchst außergewöhnlich"

Die Regierung hat beschlossen, mehr als 29.000 Langzeitkranken bis zum gesetzlichen Pensionsalter eine Beihilfe zu gewähren. Unter diesen Kranken sind auch jüngere Menschen, die seit mehr als 10 Jahren arbeitsunfähig sind. Das schreibt die Tageszeitung De Standaard und wurde gegenüber VRT NWS bestätigt. Die Regierung hat sich zu dieser Maßnahme entschlossen, weil die Arbeitsbelastung für Arbeitsärzte aufgrund der Corona-Krise zu hoch ist.

Die Hohe Kommission des Medizinischen Invaliditätsrates hat beschlossen, eine große Gruppe von chronisch Kranken, die in diesem Jahr untersucht werden sollten, weil sie das legale Pensionsalter erreichen, sofort anzuerkennen. Insgesamt betrifft diese Anerkennung 29.229 Leistungsempfänger.  

Das sind Menschen, die seit zehn Jahren oder länger arbeitsunfähig sind. Aber auch Langzeitkranke, die älter als 58 Jahre sind oder Menschen, die mindestens 50 Jahre alt sind und seit 5 Jahren nicht mehr arbeiten können, erhalten so eine sofortige Anerkennung. 

"Das ist eine einmalige Sache und sehr außergewöhnlich", sagte das Landesamt für die Kranken- und Invalidenversicherung, welches die Hohe Kommission beaufsichtigt.   

"Die Arbeitsbelastung für die Arbeitsärzte, die die chronisch Kranken kontrollieren, musste sinken", hieß es. "Wegen der Corona-Krise waren die Arbeitsärzte vorübergehend nicht in der Lage, physische Konsultationen durchzuführen. Das müssen sie jetzt nachholen. Wegen der strengen Corona-Maßnahmen können sie auch weniger Leute einladen.”

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