Nicolas Maeterlinck

40 % der Rückkehrer aus einer roten Zone lassen sich in Belgien nicht auf Corona testen

Etwa 40 % der Personen, die aus einem Gebiet zurückkehren, das auf der Karte der Corona-Infektionsrate rot eingefärbt ist, unterziehen sich keinem Corona-Test. Die Zahlen stammen aus dem Wochenbericht über die Coronavirus-Pandemie in Belgien, der vom öffentlichen Gesundheitsinstitut Sciensano veröffentlicht wird. 

Seit Anfang 2021 sind alle Personen, die nach einem Aufenthalt von mehr als 48 Stunden in einem Land oder einem Gebiet zurückkehren, das auf der Karte der Corona-Infektionsrate rot eingefärbt ist, verpflichtet, einen Corona-Test zu machen. In der ersten Januarwoche haben 4 von 10 Personen, die aus einer roten Zone zurückkehrten, keinen Test gemacht. Dieser Wert ist in den folgenden Wochen mehr oder weniger gleichgeblieben.  

Außerdem soll die Dunkelziffer noch viel höher liegen. Der Anteil von 40 Prozent beruht ausschließlich auf Rückkehrer, die ein Rückreiseformular (Passenger Locator Form) ausgefüllt hatten. Insbesondere Reisende, die mit dem Auto zurückkehren, füllen das Formular nicht aus. 

Anfang des Monats haben sich Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) und die Oberstaatsanwälte auf ein härteres Vorgehen gegen Zuwiderhandelnde geeinigt. Jeder, der sich weigert, einen Test zu machen, soll eine Geldstrafe von 250 Euro zahlen. Die Androhung einer Geldstrafe scheint jedoch nicht abschreckend zu wirken. Seit Anfang des Jahres haben sich 30.000 Personen, die aus einer roten Zone nach Belgien zurückkehrten, auf den Corona-Test verzichtet. 

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