Corona-Kontrollen an der französischen Grenze verursachen lange Staus

Wer in Frankreich über den Grenzposten in Rekkem an der E17 in Westflandern (Foto) einreisen will, der muss sich zuerst zur Corona-Kontrolle im nordfranzösischen Neuville-en-Ferrain begeben. Das aber verursacht seit dem 1. Februar lange Staus an der Grenze auf belgischer Seite. Inzwischen wurde ein Brexit-Parkplatz in Ostflandern für Lastwagen auf dem Weg nach Großbritannien wieder aufgelöst. 

Vor allem für Lastwagen bedeuten diese Kontrollen längere und lange Wartezeiten. Die LKW-Fahrer stehen dabei unter Druck, denn sie müssen binnen 48 Stunden in Frankreich ihren Zielort erreicht haben, dort ab- oder aufgeladen haben, um dann wieder z.B. nach Belgien zurückzukehren. Halten sie sich länger als 48 Stunden in Frankreich auf, dann müssen sie hier Coronatests ablegen und sich in Quarantäne begeben, wie es die belgischen Corona-Regeln vorschreiben für Personen, die aus einer roten Covid-19-Risikozone einreisen.

Frankreich hat zum Monatsanfang weitere strengere Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Virus erlassen. Nur Pendler, die innerhalb von 30 km von der Grenze entfernt wohnen, müssen keinen negativen Coronatest vorlegen.

Das flämische Verkehrszentrum rät Auto- oder LKW-Fahrern, die nach Frankreich fahren müssen, dazu, den Grenzübergang Rekkem zu meiden. Besser sei es, über den Grenzübergang an der E403 in der Nähe von Tournai in der wallonischen Provinz Hennegau zu fahren. Schleichwege über die Dörfer sollten aber auf keinen Fall gesucht werden. Wer dort entlang fährt, sorgt in den Dörfern für Verkehrsprobleme und kann in Frankreich auf erhebliche Probleme stoßen. 

Brexit-LKW-Parkplatz am Flugplatz Ursel wird aufgelöst

Der Notparkplatz auf dem Flugfeld des regionalen Flugplatzes von Ursel in Ostflandern (Foto unten) - ein heute als Sportflugplatz genutzter früherer Luftwaffenstützpunkt, der eingerichtet wurde, um Lastwagen auf dem Weg nach Großbritannien aufzufangen, wurde inzwischen wieder aufgelöst.

Die Zollkontrollen in den nordfranzösischen und den flämischen Fährhäfen durch den zum Jahresanfang definitiven Brexit haben sich nicht als Katastrophe erwiesen und deshalb seien solche Notparkplätze nicht mehr erforderlich, hieß es dazu bei der Provinz Ostflandern. Hier waren Zoll- und Infostellen eingerichtet worden sowie sanitäre Einrichtungen für die Trucker.

Ostflanderns Provinzgouverneurin Carina Van Cauter erklärte gegenüber VRT NWS, dass es nicht mehr notwendig sei, zusätzliche Kosten für den Betrieb solcher Anlagen zu verursachen: „Der Frachtverkehr und der Export haben inzwischen wieder ihre normale Kapazität erreicht. Zoll, Transportunternehmen und Seehäfen haben täglich wieder alles unter Kontrolle. Es sind also keine Staus mehr zu erwarten und der Parkplatz ist nicht mehr vonnöten.“ 

Flugfeld Ursel aus der Luft und ohne wartende Lastwagen...

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