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Maria Lichtmess wird in einigen flämischen Regionen mit Pfannkuchen gefeiert

Am 2. Februar feiern die Christen Maria Lichtmess. Diese Feier geht auf eine jüdisch-christliche Tradition zurück. Nach jüdischer Gewohnheit musste Maria 40 Tage nach der Geburt von Jesus im Tempel gesäubert werden. Dabei brachte sie Sühn- und Lichtopfer. In der daraus entstandenen Tradition wurde dieser Tag, der 2. Februar, zum Fest des Lichtes und auch in Flandern werden dann Pfannkuchen gereicht. 

Aus dieser Tradition heraus werden an Maria Lichtmess z.B. Kerzenprozessionen abgehalten und Neugeborene gesegnet. Traditionell werden an diesem Tag Pfannkuchen gereicht, denn diese gelten durch ihre gelbe Farbe und ihre rund Form als Sinnbilder der Sonne, der Quelle des Lichts.

In Flandern wird dieser Tag vor allem in dörflichen Regionen noch heute begangen. Der 2. Februar war übrigens früher einer der beiden Tage im Jahr, an denen die Menschen in den Dörfern ihre Höfe verlassen konnten und andere Höfe und Familien oder auch andere Ortschaften besuchten. Der zweite Tag ist der 11. November zu Sankt Martin.

Die Besucher wurden mit harten Keksen bewirtet und später eben auch mit Pfannkuchen, im Sinne des christlichen Lichterfestes. An solchen Tagen warben die Knechte, Mägde und die jungen Leute im Allgemeinen auch um ihre (Heirats-)Gunst… Die Familien, die dabei besonders leckere Pfannkuchen reichten, standen hoch in der Gunst. 

Heute profitieren besonders viele Bewohner von Pflege- und Seniorenwohnheimen von dieser Tradition. Zahllose ehrenamtliche Initiativen backen Pfannkuchen, um diese dorthin zu bringen, um den alten Menschen damit etwas Freude und Abwechslung zu bieten. 

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