Nicolas Maeterlinck

Der flämische Sänger Kris De Bruyne (70) ist gestorben

Der flämische Sänger Kris De Bruyne (Foto) ist am Mittwoch im Kreise seiner Familie nach langer Krankheit im Alter von 70 Jahren gestorben. Dies gab sein Manager am Donnerstag bekannt. De Bruyne gilt als einer der besten Singer-Songwriter Flanderns überhaupt. Er war einer der ersten, der erfolgreich in der flämischen Kleinkunstszene für mehr Bewegung sorgte, in dem er auch auf elektrische Gitarren setzte.

Mit dieser Entscheidung legte der in Niederländisch singende flämische Sänger gemeinsam mit Johan Verminnen und Raymond van het Groenewoud auch gleich den Grundstein für ein neues Genre, nämlich für den niederländisch-sprachigen Rock.

De Bruyne wurde 1968 auf einem kleinen Festival entdeckt, wo er auf beim Talentwettbewerb mit einer Skiffle-Version des Kinderliedes "Klein klein kleuterke" aufwartete und gleich den 2. Platz belegte. Er durfte eine Single aufnehmen. Nebenbei trat er mit dem Duo "Lamp & Lazerus" auf und feierte mit zwei Songs direkt Charterfolge: "De peulschil" und "De onverbiddellijke zoener".

1972 brachte Kris De Bruyne seine erste Solo-LP heraus, doch diese stieß zunächst kauf auf Gegenliebe, denn sie galt in der Kleinkunstszene und bei den Folksängern als „zu laut“ und „zu grob“ - siehe elektrische Gitarren…

Doch diese titellose Platte erhielt später die Anerkennung als „die erste flämische Rockplatte in niederländischer Sprache“ und damit machte er den Weg für zahlreiche Bands und Musiker frei: De Kreuners, Arno und seine Band TC Matic, Absynth Minded, Jo Lemaire oder Gorki beriefe sich stets auf den Einfluss von De Bruyne. Das Video unter diesem Beitrag gibt (in niederländischer Sprache) einen kleinen Überblick über die Karriere dieses für Flandern so überaus wichtigen und bahnbrechenden Musiker und Sänger. 

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