Mehr und regional unterschiedliche Ansteckungen, weniger Krankenhausaufnahmen und Sterbefälle

Nach der aktuellen Corona-Statistik des staatlichen wissenschaftlichen Gesundheitsamtes Sciensano zeigt sich für Belgien weiterhin das gleiche gemischt Bild, wie seit Tagen schon: Die Zahl der neuen Infizierungen mit Covid-19 steigt weiter leicht an - und dies mit regional erheblichen Unterschieden (siehe weiter unten), während weniger Menschen in Krankenhäuser eingeliefert werden müssen und während die Zahl der Corona-Patienten, die an den Folgen des Virus sterben, weiter nach unten gehen.

Im Zeitraum 28. Januar bis 3. Februar wurden pro Tag im Schnitt 120 Corona-Patienten in Krankenhäuser eingeliefert. Das ist ein Rückgang um 5 % gegenüber der Vorwoche (21. - 27. Januar). Am Mittwoch (3. Februar) wurden 138 neue Patienten hospitalisiert, während 139 das Krankenhaus verlassen konnten.

Aktuell werden 1.784 Corona-Patienten in belgischen Krankenhäusern behandelt, wovon 309 auf Intensivstationen liegen. Davon wiederum sind 167 Patienten an Beatmungsgeräten angeschlossen.

In der Woche vom 25. auf den 31. Januar wurden pro Tag im Durchschnitt 42 Sterbefälle in Zusammenhang mit dem Corona-Virus gemeldet. Das sind 22 % weniger Todesfälle als in der Woche davor (18. - 24. Januar) - ein deutlicher Rückgang also. Seit Ausbruch der Corona-Epidemie in Belgien sind 21.216 Personen an den Folgen ihrer Infizierung gestorben.

Zwischen dem 25. und dem 31. Januar wurden belgienweit täglich etwa 49.500 Corona-Tests durchgeführt, 12 % mehr als im vergangenen Messzeitraum, von denen sich 5,5 % als positiv erwiesen. In diesem Zeitraum wurden pro Tag im Schnitt 2.363 neue Infizierungen registriert, 9 % mehr als in der Vorwoche. Bisher haben sich in Belgien laut Sciensano 716.395 mit dem Virus angesteckt.

Am Stichtag 2. Februar hatten insgesamt 296.950 Personen in Belgien ihre erste Corona-Impfdosis bekommen (3,22 % der erwachsenen Bevölkerung). 30.145 Bürger unseres Landes wurden bereits zweimal gegen Corona geimpft. 

Regionale Unterschiede bei den neuen Corona-Infizierungen

Nach Berechnungen des Statistikers Bart Mesuere von der Universität in Gent (UGent) weist die Zahl der neuen Ansteckungen mit Covid-19 regional teilweise große Unterschiede auf: „In Flandern sehen wir einen Rückgang der Infizierungen in Antwerpen und in Ostflandern.“ In den anderen flämischen Provinzen steigen die Zahlen wenn überhaupt nur leicht. Nur in Flämisch-Brabant ist der Anstieg deutlicher (18 %).

Mesuere sieht aber auch Unterschiede in der Wallonie: „In den wallonischen Provinzen steigt die Zahl der Infizierungen hingegen stärker (15 bis 43 %). In der Wallonie sehen wir diesen Anstieg auch in allen Altersklassen. In Flandern betrifft dies vor allem die Gruppe der 0 bis 9-Jährigen.“ (Sehen Sie bitte auch die entsprechende Grafik von Sciensano unter dem Beitrag.)

Sciensano

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