Jüdische Lehrkräfte streiken, weil mehrere Schüler den zweiten Corona-Test verweigern

In einer jüdischen Schule in Antwerpen haben einige Lehrkräfte in dieser Woche aus Protest nicht unterrichtet. Mehrere Schüler waren ohne einen zweiten Corona-Test zur Schule gekommen. Das berichtet die Gazet Van Antwerpen und wurde der VRT-Redaktion von der Schulleitung bestätigt. 

Nach einem Corona-Ausbruch an der jüdischen Schule Jesode-Hatora Beth-Jacob in Antwerpen waren die Schüler aufgefordert worden, sich zweimal testen zu lassen. Auch die Schule musste eine Woche lang geschlossen werden. Am 21. Januar waren 90 Prozent der Sekundarschüler getestet worden. Ein zweiter Test war sieben Tage später vorgesehen. Für mehrere Schüler handelte es sich um den allerersten Corona-Test und auch sie sollten sieben Tage später einen zweiten Test machen.  

10 Tage Quarantäne

Die Schulleitung hatte die Eltern aufgefordert, ihre Kinder testen zu lassen. Für die Überzeugungsarbeit wurden das flämische Gesundheitsamt sowie die Behörden der Provinz und der Stadt Antwerpen eingeschaltet. Zu dem zweiten Test war eine dringende Empfehlung an die Eltern ergangen. Ein Test kann nicht verpflichtet werden.  

Mehrere Kinder kamen trotzdem ohne zweiten Corona-Test zur Schule. Daraufhin beschlossen die meisten Lehrkräfte, aus Protest nach Hause zu gehen.  

Ruhe wieder eingekehrt

Die Streikaktion fand nur am Mittwoch statt. Nach Angaben der Schulleitung ist wieder Ruhe an der Schule eingekehrt. Außerdem wird nächste Woche vor dem Beginn der Karnevalsferien nur Fernunterricht erteilt. 

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