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Virologe Van Gucht lobt Durchhaltevermögen: Virus-Pressing seit November, aber Belgien hält den Ball flach

Auf der wöchentlichen Pressekonferenz der belgischen Gesundheitsbehörde Sciensano hat Virologe Steven Van Gucht mitgeteilt, dass 16 Prozent aller Infektionen durch die britische Variante verursacht werden, die Zunahme sich aber verlangsame. Seit November gelinge es Belgien auch, dem Druck des Virus standzuhalten. Das sei bemerkenswert und den Anstrengungen der Bürger zu verdanken. 

In der letzten Januarwoche wurden 16 Prozent der Infektionen durch die britische Variante des Corona-Virus verursacht. "Die britische Variante ist immer noch auf dem Vormarsch, aber der Anstieg scheint sich im Vergleich zu den ersten Januarwochen etwas zu verlangsamen", sagte der Virologe Steven Van Gucht auf der Pressekonferenz von Sciensano. 

Zum Vergleich: In der ersten Januarwoche waren 9 Prozent der in Belgien diagnostizierten Infektionen auf die britische Variante zurückzuführen. In der vergangenen Woche war ihr Anteil auf 20 Prozent angestiegen. Mit 16 Prozent ist die Zahl der Infektionen mit der britischen Variante immer noch hoch, aber die Entwicklung scheint sich zu verlangsamen.   

“Die Corona-Zahlen stagnieren weiterhin”, erklärte Steven Van Gucht. Die Krankenhauseinweisungen sind immer noch rückläufig, obwohl sich dieser Rückgang in den letzten Tagen weniger schnell vollzieht."  

Es sei bemerkenswert, wie Belgien es geschafft habe, den Ball seit November flach zu halten, trotz des Virus-Pressings. Das sei den Anstrengungen und der Solidarität der Bevölkerung zu verdanken. Darauf könne man zu Recht stolz sein, meinte Van Gucht am Freitag

Van Gucht verglich auch die Lage in Belgien mit den Nachbarländern. Auf der Website Ourworldindata könne man sehen, wie stabil die Kurve seit November geblieben sei, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern. Dies habe enorme Anstrengungen und Solidarität erfordert, auf die wir zu Recht stolz sein können.  

Regionale Unterschiede: Gibt es eine Erklärung?

Der Sciensano-Virologe erläuterte auch auf den großen Unterschied bei den Infektionsraten zwischen Flandern und Wallonien: “ Wir haben keine spezifische Erklärung. Ich möchte darauf hinweisen, dass es in den letzten Wochen und Monaten regelmäßig zu regionalen Unterschieden gekommen ist. Manchmal waren diese temporär, manchmal langfristig. In den Wochen davor lagen die Zahlen in Flandern relativ höher. Zuletzt holt die Wallonie auf. Dort ist eine Zunahme bei Kindern und in der aktiven Bevölkerung zu verzeichnen. Das kann vorübergehend sein, aber wir müssen die Entwicklung im Auge behalten." 

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