Corona-Ausbruch in der Notrufzentrale der Brüsseler Polizei

Eine große Anzahl von Personen, die in den Büros arbeiten, in denen die Notrufzentrale der Polizei in Brüssel untergebracht ist, befindet sich derzeit in Quarantäne, weil sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Bundespolizei hat entsprechende Medienberichte bestätigt, wonach es Probleme mit einem Corona-Ausbruch im Kommunikations- und Informationszentrum (CIC) gibt, wo sich die 101-Notrufzentrale befindet. Die Bundespolizei stellt aber klar, dass dies keine Auswirkungen auf den Service hat und die Anrufe von Bürgern, die unter der Nummer 101 dringende Hilfe von der Polizei anfordern möchten, wie gewohnt umgehend beantwortet werden. 

Am Samstag berichtete die frankophone Brüsseler Tageszeitung "La Capitale", dass etwa 20 der 100 Mitarbeiter der Notrufzentrale positiv auf Corona getestet wurden. Bei einem von ihnen sei eine Infektion mit der südafrikanischen Variante des Virus festgestellt worden. Die Bundespolizei musste aber noch bestätigen, ob die in dem Zeitungsartikel vom Samstag genannten Zahlen korrekt sind.

Die Mitarbeiter des Zentrums werden auch weiterhin getestet. Derzeit gibt es nur eine Notbesetzung im CIC, wobei einige Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten und andere Notrufzentralen außerhalb Brüssels zu Stoßzeiten einen Teil der Anrufe von Menschen in der belgischen Hauptstadt entgegennehmen. Die Polizei betont, dass das normale Serviceniveau aufrechterhalten bleibt.

In der Notrufzentrale wurden zusätzliche Maßnahmen ergriffen und es wurde eine Spezialfirma mit der Tiefenreinigung und Desinfektion der Büroräume, in denen diese untergebracht ist, beauftragt. Diese Arbeiten werden am Montag in Angriff genommen.

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