MP Jan Jambon: "Keine weiteren Lockerungen, solange die Coronazahlen auf diesem Niveau sind“

Der flämische Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA, flämische Nationaldemokraten, Foto) ist sich mit Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke (SP.A, flämische Sozialisten) einig: Eine große Lockerung der Corona-Einschränkungen ist noch nicht in Sicht. Infektionen und Krankenhausaufenthalte sind in unserem Land immer noch leicht steigend. Es wird also keine Lockerung geben, bis alle Belgier über 65 Jahre geimpft sind.

"Solange wir nicht alle Menschen über 65 und alle chronisch kranken Menschen unter 65 geimpft haben, glaube ich nicht, dass wir die Maßnahmen lockern können." Das sagte der flämische Ministerpräsident Jan Jambon am Sonntag in der sonntäglichen VRT-Talkshow ‚De Zevende Dag‘ (dt.: Der siebte Tag‘).

Erst wenn alle Menschen mit hohem Risiko, wegen Corona im Krankenhaus zu landen, geimpft sind, sollte es laut Flanderns MP Jan Jambon möglich sein, die strengen Maßnahmen schrittweise zu lockern. Um dies zu tun ist der 1. März, wie hier und da vorgeschlagen wurde, zu früh. "Was wir beim letzten Konzertierungsausschuss entschieden haben, ist, dass wir bei der nächsten Sitzung in einigen Wochen einen schrittweisen Neustart für verschiedene Sektoren prüfen werden", fügte Jan Jambon hinzu. "Das kann eine Perspektive bieten. Aber solange die Neuinfektionszahlen und Krankenhauseinweisungen mal nach unten und dann wieder nach oben gehen, ist eine Lockerung noch nicht drin".

Der Ministerpräsident geht immer noch davon aus, dass die Massenimpfung in Flandern am 1. März beginnen kann. "Wenn wir Impfstoffe in großer Zahl bekommen, kann es schnell gehen."

Von zusätzlichen Unterstützungsmaßnahmen kann in der Zwischenzeit aber nicht die Rede sein. "Solange das Gaststättengewerbe geschlossen bleibt, wird es Unterstützungsfinanzierungen geben. Aber inzwischen sprechen wir fast von einer halben Milliarde Euro für das Hotel- und Gaststättengewerbe und fast zwei Milliarden Euro für die Wirtschaft insgesamt. Mehr geht nicht. Langfristig werden wir das alles gemeinsam zurückzahlen müssen".

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