Eine Woche Distanzunterricht in Flandern, doch das Smartschool-System macht nicht mit

Die flämische Landesregierung hatte verordnet, dass diese letzte Woche vor den Krokusferien zur Entzerrung des Schulwesens in Sachen Corona-Ansteckungen genutzt werden soll. Das bedeutet, dass alle Schulkinder in den Mittelschulen in Flandern in dieser Woche Distanzunterricht von zu Hause aus haben. Doch das digitale Smartschool-System kollabierte angesichts massiver Anmeldungen zum Schulstart am Montagmorgen.

Smartschool-Sprecherin Elsie Van Linthout sagte dazu am Morgen gegenüber VRT NWS, dass die gleichzeitige Zahl der Anmeldungen das System überfordert hat: „Innerhalb von weniger als einer Stunde hatten wir über 1,2 Millionen Anmeldungen. Das ist dreimal so viel, wie während des ersten Lockdowns.“ Inzwischen sind die meisten Probleme gelöst, doch am späten Montagvormittag waren einige Schulen in Flandern noch immer nicht online und für ihre Schüler erreichbar.

Doch war ist hier falsch gelaufen? Diese Entzerrungswoche gegen weitere Corona-Ausbrüche in den Schulen vor den Krokusferien ist nicht erst gestern geplant worden. 

Innerhalb von weniger als einer Stunde hatten wir über 1,2 Millionen Anmeldungen. Wir hatten für diese Woche zusätzliche Kapazität geschaffen. Doch diese Zahlen sind astronomisch.“

Smartschool-Sprecherin Elsie Van Linthout

Smartschool-Sprecherin Van Linthout sagte dazu: „Wir hatten für diese Woche zusätzliche Kapazität geschaffen.“ Doch dabei wurde mit der doppelten Zahl Zugriffe gerechnet, wie im ersten Lockdown im Frühjahr 2020: „Doch diese Zahlen sind astronomisch.“ Inzwischen wird hart daran gearbeitet, dass Smartschool diese Woche problemlos funktionieren kann und dass die Anmeldungen in den kommenden Tagen morgens deutlich rascher erfolgen können.

Die größten Probleme ergaben sich am frühen Montagmorgen in den Ballungsräumen rund um die Provinzhauptstädte Antwerpen, Brügge, Gent und Hasselt, sowie in Mechelen und anderen Kreisstädten oder auch in der Brüsseler Hauptstadt-Region. Die Grundschulen sind davon nicht betroffen, denn hier erfolgt der Unterricht auch in dieser Woche vor Ort in den Schulen und Klassen. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten