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Corona in Belgien: Weiter ein Auf und Ab in der Statistik

Während die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus Covid-19 und die der Sterbefälle leicht zurückgehen, steigt die Zahl der neuen Krankenhausaufnahmen leicht an. Dieses Auf und Ab begleitet Belgien schon seit Tagen, doch signifikante Veränderungen zeigen sich in der Statistik des wissenschaftlichen Gesundheitsamtes Sciensano nicht.

Zwischen dem 2. und dem 8. Februar wurden pro Tag durchschnittlich 121 neue Corona-Patienten in Krankenhäusern aufgenommen. Das ist ein Anstieg um 2 % gegenüber der Vorwoche. Am Montag (8. Februar) wurden 69 Patienten eingeliefert und 44 konnten das Krankenhaus wieder verlassen.

Insgesamt werden aktuell 1.698 Corona-Patienten in Belgien in Krankenhäusern behandelt. 302 davon befinden sich auf Intensivstationen. Davon müssen 161 Patienten künstlich beatmet werden.

Im Zeitraum 30. Januar bis 5. Februar sind pro Tag im Schnitt 39 Personen an den Folgen ihrer Corona-Infizierung gestorben. Das ist ein deutlicher Rückgang um 19 % gegenüber dem vorangegangenen Messzeitraum. Seit Ausbruch der Epidemie in Belgien sind 21.423 Personen an Covid-19 verstorben.

In der Woche vom 29. Januar auf den 4. Februar wurden pro Tag durchschnittlich 2.212 neue Ansteckungen mit Covid-19 registriert. Das sind 5 % weniger als in der Woche davor. Gleichzeitig wurden täglich rund 50.200 Tests abgenommen, 4 % mehr als in der Vorwoche. Davon erwiesen sich 5,3 % als positiv.

Am Stichtag 7. Februar hatten in Belgien 328.623 Personen ihre erste Impfdosis gegen Corona erhalten. Das entspricht 3,56 % der belgischen Bevölkerung über 18 Jahren. 93.303 Personen wurden bereits zweimal gegen das Virus geimpft. 

Positivitätsrate bei Tests von Reiserückkehrern weist große Unterschiede auf

Die Positivitätsrate von Corona-Tests bei Reiserückkehrern, die aus einer „roten“ Covid-19-Zone nach Belgien zurückkommen, ist je nach Land seht unterschiedlich. Das geht von rund 2 % bei Ländern, wie Griechenland, Italien, Niederlande oder Deutschland, bis hin zu 11,5 % für Rumänien oder 26 % bei Litauen. Die höchste Rate an positiven Corona-Tests hatten Personen, die aus Bosnien-Herzegowina zurückkehrten. Hier lag die Rate bei 56 %. Doch dies, so Sciensano, könnte auf einen einzigen Ausbruchsherd zurückzuführen sein.

Schwellenwert von 75 Krankenhauseinlieferungen pro Tag vor eventuellen Lockerungen

Ende November 2020 gab Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke (SP.A) zu verstehen, dass deutliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen nur dann möglich seien, wenn die Zahl der täglichen Krankenhauseinlieferungen unter 75 Patienten liege und wenn die Zahl der täglichen Neuinfizierungen unter 800 Personen liege. Sciensano-Leiter Van Gucht rät dazu, diese Richtlinien vorläufig noch beizubehalten.

Der Virologe sagte dazu am Dienstag beim Pressebriefing seines Instituts: „Dieser Wert ist sorgfältig und auf Basis von epidemiologischen Modellen ausgewählt worden. 75 ist ein relativ sicherer Wert, auf dessen Basis man vorsichtig weitere Schritte unternehmen kann. Und er ist nicht zu hoch, dass man nicht beisteuern kann, falls das Gesundheitssystem überbelastet wird. Das Prinzip ist einfach: Wenn man früh und kräftig genug reagieren kann, hat man einen viel größeren Effekt und die Maßnahmen müssen weniger lang beibehalten werden.“ 

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