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Ermittlungen und Hausdurchsuchungen wegen des Verdachts der Terrorfinanzierung

Wie am Mittwoch bekannt wurde, fanden bereits in der vergangenen Woche 28 Hausdurchsuchungen im Rahmen von internationalen Ermittlungen gegen Finanzierer von islamistischem Terror statt. Die meisten dieser Durchsuchungen fanden in der Provinz Westflandern statt und betrafen mehrheitlich moslemische Tschetschenen.

Die Haussuchungen fanden im Zuge von Ermittlungen der Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel statt und betrafen dubiose Spendenaktionen. Unter einem sozialen Deckmantel wurden Spenden gesammelt, die aber Terrororganisationen überwiesen wurden. Dabei ging es u.a. um Finanzierungen von Brunnen und Wasserleitungen in der Sahelzone oder am Horn von Afrika. Die Gelder flossen aber an IS, Al Quaida oder Boko Haram.

Gleichzeitig mit den Haussuchungen in der belgischen Provinz Westflandern fanden ähnliche Aktionen in Frankreich, Schweden, Norwegen, Russland und in den USA statt. Die belgische Bundespolizei nahm bei ihren Razzien niemanden fest, beschlagnahte jedoch Computer und Mobiltelefone. Mehr Informationen gibt die Bundesstaatsanwaltschaft zu diesem Vorgang nicht.

Im Fokus der belgischen Ermittler standen in erster Linie moslemische Tschetschenen, die sich als Mitglieder oder zumindest als Sympathisanten der terroristischen Organisation „Emirat des Kaukasus“ erwiesen. Diese Bewegung kämpft für ein islamistisches Emirat in Tschetschenien, Dagestan, Inguschetien und anderen Ländern im Kaukasus. 

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