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Verhaftungen nach tödlichen Unfall mit Kindern: 17-Jähriger aus Frankreich soll am Steuer gesessen haben

Nach dem Unfall in Mouscron (Hennegau), bei dem am Wochenende zwei Kinder ums Leben kamen, sind in Frankreich zwei Verdächtige festgenommen wurden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft von Lille in Nordfrankreich mit. Bei den Verdächtigen soll es sich um junge Männer handeln, von denen einer noch minderjährig ist. Dieser gab am Montag an, am Steuer des Wagens gesessen zu haben.

Am Samstagabend war es auf einer Schnellstraße in Mouscron in der Provinz Hennegau zu einem schweren Unfall nach einer Verfolgungsjagd gekommen, bei dem zwei Kinder ums Leben kamen (siehe nebenstehenden Beitrag).

Zuvor war es auf einem Parkplatz in Dottenijs, einer Teilgemeinde von Mouscron zu einem kleinen Unfall gekommen, als ein Auto gegen den Wagen eines Stiefvaters von zwei Kindern, die auf dem Rücksitz saßen, gestoßen war. Dabei kam es zu einem heftigen Wortwechsel zwischen den Unfallparteien und zur Fahrerflucht des Unfallverursachers.  

Der Stiefvater verfolgte den flüchtenden Wagen, wurde aber von diesem dabei gerammt und prallte auf einen Beleuchtungspfahl. Dabei kamen die beiden Kinder ums Leben und der Fahrer wurde schwer verletzt. Erneut ergriff der Unfallverursacher die Flucht.

Danach begann die Fahndung, die auch auf das benachbarte Frankreich ausgeweitet wurde, denn Zeugenaussagen zufolge hatte der Fluchtwagen ein französisches Kennzeichen. Jetzt wurden in Frankreich zwei junge Männer in Zusammenhang mit dem Unfall festgenommen.

Einer der beiden ist ein Minderjähriger. Unklar war zunächst, ob beide Verdächtigen in dem Wagen saßen oder nur einer von ihnen. Wie unsere Kollegen vom frankophonen Rundfunk RTBF melden, hat der 17-Jährige gestanden, dass er am Steuer des Wagens gesessen hatte, der beide Unfälle verursacht hatte. Der Wagen aber gehört einem 25 Jahre alten Mann, der zweite Verhaftete.

Die Staatsanwaltschaften von Lille (Nordfrankreich) und Mons (Hennegau) untersuchen jetzt, ob die Aussagen der beiden jungen Männer stimmen. Ermittelt wird u.a. wegen schwerwiegenden Eingriff in den Straßenverkehr, fahrlässiger Tötung und wegen Fahrerflucht. Unter Umständen dürfen schon 17 Jahre alte Führerscheinanwärter in Frankreich autofahren, doch ins Ausland dürfen sie sich nicht am Steuer eines Wagens begeben. 

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