Neckermann in Belgien muss schon wieder vor der Pleite gerettet werden

Wenn nicht innerhalb von gut knapp einer Woche ein Geldgeber oder ein Investor gefunden werden kann, dann droht der belgischen Filiale des Reisebüros Neckermann wieder die Pleite. Die Direktion von Neckermann gibt sich noch bis zum 22. Februar die Zeit, eine Lösung zu finden, sonst muss erneut Konkurs angemeldet werden, wie die flämischen Tageszeitungen De Tijd und Het Laatste Nieuwe melden.

Neckermann in Belgien befindet sich einmal mehr in akuter Geldnot und die 180 Beschäftigten müssen wieder um ihre Arbeitsplätze bangen. Erst vor rund anderthalb Jahren konnte der Reiseveranstalter vor der Pleite gerettet werden, als das britische Mutterunternehmen Thomas Cook den Bach runter ging. Danach wurde Neckermann Teil der spanischen Wamos-Gruppe und durchlief eine Reorganisation mit vielen Filialschließungen und Entlassungen.

Doch jetzt in dieser Corona-Krise ist Wamos selbst ins Wanken geraten, was gerade vielen Mitspielern im Urlaubs- und Reisesektor droht. Im Oktober 2020 hatte Neckermann Gläubigerschutz beantragt, doch dieser Vorgang wurde nach der Ankündigung von Wamos in Spanien, 3,5 Mio. Euro nach Belgien zu überweisen, abgebrochen.

Doch die Realität sieht inzwischen anders aus, wie es bei den Gewerkschaften heißt. Es seien bisher nur einige Male 100.000 Euro angekommen und man warte noch auf den Hauptteil der Summe. Für Anfang Februar sei dann 1 Million angekündigt worden.

Trifft dieses Geld aus Spanien nicht in seiner vollen angekündigten Summe ein, dann sucht die belgische Direktion von Neckermann noch bis zum 22. Februar nach einer Lösung. Klappt das alles nicht, dann steht das Reiseunternehmen erneut vor einem Konkurs und dieser könnte dann definitiv sein. Die Belegschaft ist zur Kostensenkung erst einmal in Kurzarbeit geschickt worden, doch die laufenden Kosten, wie die Miete der nach dem ersten Konkurs übriggebliebenen 59 Filialen, laufen weiter…

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