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Fünf Fälle von brasilianischer Corona-Virusvariante in Belgien entdeckt

Zum ersten Mal sind in Belgien fünf Personen getestet worden, die mit der brasilianischen Variante P.1 des Corona-Virus infiziert sind. Inge Neven vom Brüsseler Gesundheitsamt hat die Information bestätigt. Experten sind besorgt, weil die brasilianische Variante P.1 eventuell resistent gegen die aktuellen Impfstoffe sind. Anders gesagt, wer bereits Antikörper hat, kann sich wieder infizieren. Es ist noch nicht nachgewiesen, ob die aktuellen Impfstoffe gegen P.1 wirken.

Die brasilianische Variante P.1 hat eine schwere zweite Corona-Welle in der brasilianischen Stadt Manaus ausgelöst. Sie ist bereits in mehreren europäischen Ländern aufgetaucht. Die fünf belgischen Fälle wurden in Brüssel (3), in Lüttich (1) und in Flämisch-Brabant getestet. 

Der Virologe Piet Maes vom Rega-Institut in Leuven sagt, dass man zurzeit nicht wisse, ob die Variante in der belgischen Bevölkerung weit verbreitet sei, da man nicht gezielt danach forsche.  

Die fünf P.1-Fälle stammen aus einer Stichprobe, bei der man gezielt nach der brasilianischen Virusmutation suchte. 

Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen müssen, ob sich die Verbreitung von P.1 bestätigt oder nicht.  

Die Kontaktnachverfolgungsstelle versucht jetzt herauszufinden, mit wem die infizierten Personen in Kontakt waren. In einem Fall war die Person in Kontakt mit einem Familienmitglied, das Ende Dezember aus Brasilien zurückgekehrt ist. Anfang Januar war der Rückkehrer positiv getestet worden. 

Die Proben der fünf infizierten Personen waren vor zwei Wochen entnommen worden. Möglicherweise haben sich inzwischen andere Personen mit dem brasilianischen Corona-Virus angesteckt. 

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