Rückgang um 22 %: Deutlich weniger Tote im Straßenverkehr

Nach Angaben des belgischen Zentrums für Verkehrssicherheit (VIAS) ist die Zahl der Toten im Straßenverkehr 2020 deutlich zurückgegangen. Gegenüber 2019 beträgt der Rückgang 22 %. Dies sei auch auf die Corona-Epidemie in unserem Land zurückzuführen, hieß es bei VIAS dazu.

Neben dem Rückgang der Verkehrstoten ist im vergangenen Jahr aber auch die Zahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen zurückgegangen, so die Statistik von VIAS. Hier sank die Zahl im Jahresvergleich um 22,5 %.

In absoluten Zahlen allerdings sieht die Statistik doch etwas härter aus. Im vergangenen Jahr verloren insgesamt 484 Personen bei Unfällen im Straßenverkehr ihr Leben. Polizei und Verkehrsbehörden registrierten 2020 rund 46.000 Verkehrsunfälle. Doch auch diese Zahl entspricht einem Rückgang um knapp 20 %.

Stef Willems von VIAS sagte dazu gegenüber VRT NWS, dass die Zahlen zwar deutlich rückläufig seien, doch das Ziel, zwischen 2010 und 2020 die Zahl der Verkehrstote zu halbieren, sei verfehlt worden: „Lasst uns hoffen, dass dieser sinkenden Trend strukturell ist, doch es sieht wohl eher so aus, als das die Zahl der Verkehrsopfer wieder steigen wird, wenn die Corona-Maßnahmen verschwinden.“

Diese Corona-Regelungen haben für VIAS eine deutliche Rolle beim Rückgang der Opferzahlen gespielt: Lockdown, die Verpflichtung zum Homeoffice und die nächtliche Ausgangssperre haben erheblich dazu beigetragen, dass auf viele Autofahrten verzichtet werden konnte. 

Auffallend dabei ist aber, dass die Zahl der Verletzten und Toten bei Unfällen mit Fahrrädern angestiegen ist, vor allem in der Brüsseler Region und in der Wallonie. 

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