Krötenwanderung in Corona-Zeiten, aber auch der Frost sorgte für Verzögerung

Kröten wandern jedes Jahr nach dem Winterschlaf zum gleichen Teich oder Tümpel, um sich fortzupflanzen. Die Naturschutzorganisation Natuurpunt setzt sich mit ihren Mitgliedern dafür ein, dass Kröten, Frösche und Molche, ohne unter die Räder zu kommen, ihre Laichgewässer erreichen. Naturschützer treffen sich meistens, um in Gruppen zu helfen, aber wegen der Corona-Vorschriften mussten sie sich anders organisieren. 

Normalerweise ist die Amphibienwanderung in dieser Jahreszeit gut vorhersehbar, aber wegen der eisigen Minustemperaturen der letzten Woche waren die Naturschützer unsicher.   

“Es darf einige aufeinanderfolgende Tage keinen Bodenfrost mehr geben. Das war vorgestern der Fall”, erklärt Dominique Verbelen von Natuurpunt: “Es muss auch eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschen, aber diese Bedingung war Samstag nicht gegeben. Anscheinend war das warme Wetter dann doch der Auslöser für die Laichwanderung.” 

Die Naturschützer mussten in diesem Jahr bei der Aufstellung von Fangzäunen und Leitplanken für Kröten und Frösche umdenken. Wegen der Corona-Maßnahmen durften nicht mehr als vier Personen gleichzeitig draußen zusammentreffen. Natuurpunt hatte bereits Anfang Februar festgestellt, dass sich viel weniger Freiwillige für die Aktion gemeldet hatten.  

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