Die Coronakrise sorgt vor allem im Mittelstand für weitere Arbeitsplatzverluste

Das Jahr 2021 hat für die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Belgien schlecht angefangen. Schon ab Anfang Januar sorgte die Coronakrise für weitere Engpässe bei vielen Unternehmen, die daraufhin Personal abbauen mussten. Dies zeigt eine Umfrage des Personaldienstleisters SD Worx bei rund 21.000 mittelständischen Unternehmen auf.

Laut dieser Studie wurden in die meisten Fällen in den stärker betroffenen Sektoren Mitarbeiter entlassen, z.B. im Bereich Gastronomie, und viele Arbeiter verloren ihre Jobs. Hinzu kommt noch, dass viel weniger Unternehmen aus dem Mittelstand neues Personal eingestellt hat, wie Annelies Rottiers, Mittelstands-Expertin bei SD Worx, gegenüber VRT NWS angibt: „Das Jahr hat im Schnitt schlecht angefangen. Einerseits bedeutet das, dass nur 12 % kleine und mittelständische Unternehmen neues Personal angeworben haben. 2020 waren das noch 16 %.“

„Andererseits haben auch mehr solcher Unternehmen Verträge gekündigt, 15,7 %. Das bedeutet, dass wir zum ersten Mal seit 2 Jahren im Januar mehr Jobverluste als neue Jobs zu verzeichnen müssen“, so Rottiers weiter. Netto sei letztes Jahr die gesamte strukturelle Beschäftigung in Belgien bei den KMU im Vergleich mit 2019 um 0,66 % gesunken.“ 2019 hatte man noch ein Plus von 2,7 % registrieren können, heißt es dazu bei SD Worx.

Durch die Coronakrise wurden im Januar in dieser Hinsicht also leichte Verluste festgestellt, während der negative Trend im November und Dezember 2020 gestoppt werden konnte. Eigentlich gibt es im Januar immer mehr neue Jobs als abgebaute stellen im Bereich der KMU. 

Aus der SD Worx-Umfrage ist ersichtlich, dass die Sektoren, in denen besonders viele Arbeiter beschäftigt sind, schneller auf Krisen reagieren, doch sie stellen auch wieder rascher ein, wenn es besser läuft. Konkret sind aktuell die Gastronomie sowie die Bauwirtschaft und die Industrie im Bereich kleinere und mittelständische Unternehmen von zunehmendem Arbeitsplatzabbau betroffen. 

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