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Die fliegenden Glocken von Ypern - Ausbau des Glockenspiels wegen Restaurierung

Seit einigen Tagen sind in der westflämischen Stadt Ypern fliegende Glocken zu beobachten. Mit Ostern hat das aber nichts zu tun. Vielmehr wird der Belfried von Ypern restauriert und deshalb müssen alle 49 Glocken des Glockenspiels dort für eine gewisse Zeit ausziehen. Dass geschieht per Kran durch den Turm des Belfrieds hindurch und bietet außergewöhnliche und spektakuläre Bilder. 

Einen anderen Weg, die Glocken auszubauen, gibt es nicht, sagte Yperns Schöffe für das Kulturerbe, Philip Bolle (SP.A) dazu: „Eine Spezialfirma hat den Turm geöffnet. Das ist die einzige Möglichkeit, die Glocken aus dem Belfried zu holen. Da sind einige bleischwere Exemplare bei: Die schwerste wiegt ungefähr 2.500 kg und alle zusammen wiegen rund 12.000 kg.“

Während der Arbeiten am Belfried werden die Glocken in der Bibliothek und im Stadtarchiv von Ypern zu sehen sein. Das Glockenspiel von Ypern hat übrigens eine reichhaltige Geschichte, wie Goedele Wittouck, PR-Verantwortliche des Stadtarchivs, gegenüber dem VRT-Sender Radio 2/Westflandern sagte:

„Schon beim Bau des Belfrieds im Jahr 1280 hingen Glocken im Turm. Diese dienten dazu, den Anfang und das Ende des Arbeitstags einzuläuten. 1909 kam das erste vollwertige Glockenspiel. Doch dieses wurde im Ersten Weltkrieg vollständig zerstört, als der Belfried und die Lakenhalle abgebrannt sind. Das heutige Glockenspiel stammt aus dem Jahr 1962.“

Das ist das erste Mal in rund 60 Jahren, dass diese Glocken ihren angestammten Turm, den Belfried von Ypern, wieder verlassen… 

Radio 2

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