Flanderns MP Jambon: "Wir dürfen nicht wieder alles so wie im September öffnen"

Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA - Foto oben rechts) sagte am Montagabend in der VRT-Sendung „De afspraak“ („Die Verabredung“), dass es wohl nicht zu weitreichenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen schon am 1. März kommen wird. Damit schließt er sich Aussagen von Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) an, die dieser am Montag nach einem Gespräch mit führenden Corona-Experten machte.

„Mit den Zahlen, die jetzt auf dem Tisch liegen, wäre es ein Vergehen, um jetzt alles so wieder zu öffnen, wie wir das im September gemacht haben“, so Ministerpräsident Jambon am Montagabend in „De afspraak“. Allerdings deutete er an, dass auf der Liste der am kommenden Freitag im Rahmen des nächsten Konzertierungsausschusses aus Bund, Ländern und Regionen zu besprechenden Themen nach den Frisören auch die Öffnung weiterer nichtmedizinischer Kontaktberufe ab dem 1. März steht. 

Auch über die möglichen sozialen Kontakte unter freiem Himmel könnte gesprochen werden. Derzeit dürfen sich 4 Personen draußen treffen. Und es wird über Regelungen für Jugendliche geredet werden, so Jambon. Ihm ist daran gelegen, dass Studierende, die gemeinsam in einer Studentenbude leben, auch als eine sogenannte „Bubbel“ gelten, also quasi einen Haushalt darstellen.

Der Ministerpräsident, der in der flämischen Landesregierung auch für die Kultur zuständig ist, plädiert auch für Perspektiven für diesen Sektor oder gar für einen Startschuss von möglichen Veranstaltungen. In „De afspraak“ sagte Jambon, dass er dazu auch Gespräche mit seinem niederländischen Amtskollegen in Sachen Kultur führe. Dort finden gerade Testveranstaltungen statt, um zu sehen, wie der Kultur- und Eventsektor mit so wenig wie möglich Ansteckungsrisiko wieder starten kann.

Sobald dort konkrete Resultate dieser Versuche vorliegen, wolle er diese auch in Flandern, bzw. in Belgien vorlegen. Er will nämlich so schnell wie möglich herausfinden, ob im Sommer hierzulande Festivals stattfinden können: „Mitte März werden wir schon viel mehr Informationen darüber haben, welchen Effekt die britische Corona-Variante auf die Zahlen hat und ob ausreichend Lieferungen von Impfstoffen erfolgen, damit wir die Impfungen beschleunigen können.“ 

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